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Nachhaltig denken, mit Pandemien leben, Freiheit wahren - ein philosophischer Grundsatztext zu Corona

Auch ich handelte pragmatisch und ließ mich – nicht zuletzt angesichts der Corona-Erkrankungen von Menschen in unserem Umfeld - impfen und hatte davon einige Vorteile. Nicht nur, weil ich dadurch in der Lage war, persönlichen Kontakt mit anderen Menschen zu pflegen, ein Projekt zu realisieren und an allen möglichen erforderlichen Stellen meinen Impfnachweis zu erbringen, sondern auch weil ich mich selbst dadurch etwas geschützter fühlte. In meinem 70. Lebensjahr stehend finde ich zudem, dass wir Alten nicht mehr den Auftrag haben, mit unseren Genen einen Beitrag zum Weiterbestehen der Menschheit zu leisten. Ich bin also kein Impfgegner, sondern habe in Bezug auf mein eigenes Leben pragmatisch gehandelt. Und solches steht selbstverständlich auch jedem anderen Menschen zu. Betrachte ich meine Entscheidung jedoch philosophisch, dann kann ich sie nicht verallgemeinern und muss z.B. angesichts der Impfung von Kindern (und hinsichtlich der extrem kurzen Zeit der Impfstofferprobung)

daran erinnern, dass sich während der langen Evolution das organismische
Prinzip von Lebewesen als lern- und abwehrfähig erwies.

Dass Menschen leben (und zwar ohne dass sie in den vergangenen Jahrtausenden geimpft oder gentechnisch in sie eingegriffen werden konnte) mag dafür als Beweis gelten.

Wie bisher bekannt, konnten die Corona-Viren Kindern nicht wirklich etwas anhaben. D.h., dass das organismische Prinzip in Kindern den Corona-Viren offenbar wenig Angriffsfläche bietet und Kinder offenbar i.d.R. vor ernsthaften Corona-Erkrankungen schützt. Würden Kinder nun quasi zwangsweise geimpft, würde dieses organismische Prinzip unmittelbar geschwächt. Sie hingen früher oder später „an der Nadel“. Zudem machen Kinder nur ca. 3% der Bevölkerung aus. Auch wenn sie „Pandemie-Treiber“ sein sollten, sollten wir sie davor schützen, dass sie künftig „an der Nadel“ hängen.

Bereits mit meiner Schrift „INTEGRALE MODERNE – Vision und Philosophie der Zukunft“ (PFAU-Verlag 2006) hatte ich entsprechende Fragestellungen allgemein durchdacht. Zumal die Menschheit in Zukunft von Pandemien wahrscheinlich öfter heimgesucht werden wird, möchte ich die da gefassten Gedanken hier nun stärker konkretisieren. Vielleicht lässt sich damit zu einem klareren, langfristig denkenden und ökologisch nachhaltigen Umgang mit dieser und kommenden Pandemien beitragen. Natürlich vorausgesetzt, dass diese Überlegungen ernsthaft debattiert, anstatt ideologisch abgeurteilt werden.

Bevor ich in die Tiefe gehe, sei vorausgeschickt, dass ich mich hier als Philosoph und keineswegs als Wissenschaftler verstehe. Der Unterschied – so jedenfalls definiere ich ihn - besteht darin, dass es mit dem Philosophischen in erster Linie nicht um Teile und Teilchen, sondern um das Ganze, mit dem Wissenschaftlichen (abgesehen von Statistiken) in erster Linie nicht um das Ganze, sondern um Teile und Teilchen geht. Kurz gesagt: Das Wissenschaftliche zielt auf zutreffende Analysen, das Philosophische auf eine tragfähige Synthese. D.h., Wissenschaft und Philosophie sind im Grunde zutiefst aufeinander angewiesen.

So sollte Analyse um der Synthese willen geschehen, 
wie auch Synthese ohne zutreffende Analysen nicht tragfähig ist.
Immanuel Kant wies jedoch darauf hin: "Synthesis ist ... das erste, worauf wir acht zu geben haben".

In diesem Zusammenhang möchte ich auch an Einsteins Frage zum Unterschied zwischen Wolken und Uhren erinnern. Denn der menschliche Organismus und der Organismus der Natur sind wie Wolken hochkomplexe Systeme und können – aufgrund kaum zu begrenzender organismischer Wechselwirkungen - nicht mit Bestimmtheit „berechnet“ werden. Sogar die Mathematik versagt angesichts der Wetterberechnung und verweist u.a. anhand von Unendlichkeit auf Nichtvorhersagbares. D.h., bzgl. eines Organismus können Vorhersagen nur Wahrscheinlichkeiten umreißen. Wie der schmale Einblick in die Entwicklung des Wetters, so ist auch der Einblick in die Wechselwirkungen des Lebensorganismus auf diesem Planeten noch schmal. Aber auch dann wenn er vergleichsweise breit und von einschlägigen Erfahrungen untersetzt ist, sind (wie leider auch der G20-Gipfel im Herbst 2021 wieder zeigte) die Pragmatiker i.d.R. nicht willens, mit ihren Entscheidungen diesen Erkenntnissen und Gegebenheiten zu entsprechen. Wie fatal falsch (und sogar dumm) sich die Menschheit mit ihrer Zivilisation in den vergangenen ca. 120 Jahren (trotz hinreichender wissenschaftlicher/philosophischer/ethischer Erkenntnisse und Warnungen) verhielt, führt die Umwelt- und Klimakrise unmittelbar vor Augen. Obwohl schon seit Anfang der 1950er und verstärkt ab den 1970er Jahren Wissenschaft, Philosophie und Kunst vor der Umwelt- und Klimakrise warnten, wurden ihre Erkenntnisse von den Pragmatikern in den Wind geschlagen. Wie überheblich das war, zeigt sich heute an Artensterben und Erderwärmung … Wahrscheinlich ist auch die Corona-Pandemie eine Folge dessen.

Da das Ganze und seine Teilchen in einer Elementarbeziehung
stehen, können Änderungen eines kleinsten Teilchens immense
Auswirkungen auf das große Ganze haben.

Der in der Chaostheorie bekannte Apercu, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings in Australien das Wetter in Europa ändern könne, kann dafür stehen. Mit den Corona-Viren und seinen Mutanten erleben wir das gegenwärtig hautnah. Die starke Rückkopplung zwischen kleinsten Teilchen und großem Ganzen hielt durch die Corona-Viren unübersehbar Einzug in unseren Lebensalltag und ist nun nicht mehr abzuleugnen. Diese Rückkopplung betrifft selbstverständlich auch das Verhältnis von Philosophischem und Wissenschaftlichem. Daraus ergibt sich das Erfordernis, zwischen beiden Erkenntnisbereichen eine ebenso starke Rückkopplung herzustellen, wie sie zwischen dem Ganzen und seinen Teilchen naturgemäß gegeben ist. Während sich die Rückkopplung zwischen dem Ganzen und seinen Teilchen jedoch nach naturgemäßen (nicht wirklich „berechenbaren“) Selbstorganisationsprinzipien quasi automatisch ereignet, muss die Rückkopplung zwischen philosophischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen – bis hin zu sich daraus ergebenden Handlungs- und Verhaltensoptionen - bewusst geleistet werden.

Keine leichte Aufgabe. Für deren Lösung ist nicht zuletzt ein Verständnis für den Unterschied zwischen Wolken und Uhren unverzichtbar. Wird diese Aufgabe nicht hinreichend gelöst, führt das zu solchen chaotischen Zuständen, wie wir sie gegenwärtig erleben. Unter Schürung von Ängsten läuft dies letztlich auf rein pragmatisches Handeln hinaus. Impfen, impfen, impfen – zum Schluss

werden wir uns (monatlich, wöchentlich, täglich?) möglicherweise
ganze Cocktails von Impfstoffen verabreichen müssen und des Problems
trotzdem „nicht Herr“ werden.

Angesichts dessen ist die Notwendigkeit langfristigen und nachhaltigen Denkens und Handelns umso unabweisbarer. Auch hinsichtlich unberechenbarer Wechselwirkungen. Wird diese Notwendigkeit nicht erkannt, wird es endgültig auf die Sackgasse hinauslaufen, die schon jetzt durch Umwelt- und Klimakrise und die damit einhergehenden Katastrophen angezeigt ist. Dies zu ignorieren, kann angesichts der Größe des Problems, das uns auch Corona vor Augen führt, nur als Dummheit bezeichnet werden. Allerdings haben wir uns im Laufe unserer Evolution zutiefst in Verhaltensweisen eingeübt, die dieser Dummheit zugrunde liegen. Daher besteht die Frage nun darin, ob wir in der Lage sind, diese Verhaltensweisen hinter uns zu lassen oder ob wir uns als Menschheit letztlich tatsächlich „als zu dumm zum Überleben“ erweisen.

Wahrscheinlich bereits bekannt ist der Witz von den zwei Planeten, die sich treffen. Der eine fragt den anderen „Wie geht es dir?“ Er antwortet: „Ach schlecht; ich habe die Menschen“. „Ach“ sagt der andere, „die hatte ich auch schon - das geht schnell vorüber!“. Dieser Witz wirft u.a. die Frage auf, ob wir uns schon in der Endphase dieses „Vorübergehens“ befinden. Wirklich nur ein Witz?

Bevor diese Frage beantwortet werden kann, muss zunächst noch geklärt sein, in welcher Situation wir uns menschheitsgeschichtlich befinden. Die Analyse dieser Situation wird zusammenfassend Anthropozän genannt. Ohne schon diesen Begriff gekannt zu haben, antwortete ich auf diese Analyse mit dem Entwurf einer neuen großen Synthese: INTEGRALE MODERNE. Mit ihr wird Moderne mittels der evolutiv neuen Situation definiert. Diese evolutiv neue Situation ist durch das – mittels moderner Technologien - direkte oder indirekte tiefe Eingreifen des Menschen in kleinste Teilchen (z.B. Atome, Gene, Viren, Ozon und auch in digitale Daten) und damit in große langfristige Lebenszusammenhänge gegeben und hervorgerufen. Damit ist der Mensch nun für das Leben als Ganzes auf diesem Planeten verantwortlich – und das ist evolutiv tatsächlich vollkommen neu. Denn in ihrer bisherigen Evolution konnte die Menschheit sich darauf verlassen, dass der über Jahrmillionen generierte Organismus der Natur den organismischen Lebenszusammenhang quasi ohne Ende gewährleistet. Dies ist nun also vorbei; der Gebrauch moderner Technologien zwingt die Menschheit, nun ganz bewusst selbst das Funktionieren dieses Organismus zu gewährleisten und sich dabei der Begrenztheit der Lebensressourcen bewusst zu werden. Dies ist

eine enorme Herausforderung der menschlichen Intelligenz, 
verbunden mit der großen Frage nach dem Sinn menschlichen Lebens!

Wie auch immer - die Kräfte der Natur sind weitaus stärker als die des Menschen. Das lässt sich allein schon an den gewaltigen Waldbränden, Überschwemmungen, Tornados, Dürrekatastrophen und auch an kleinen Viren wie Covid19 und seinen Mutanten ablesen. Neben den enormen Kräften, die z.B. die Umdrehungen der Erde um die Sonne, des Mondes um die Erde oder die Vulkane uns vor Augen führen, zeigt uns die Natur, dass eben auch kleinste Teilchen – wie Atome, Gene, Viren, Daten – enorme Macht entfalten können.

Dies alles – insbesonders die evolutiv neuen Situation der Menschheit - heißt, dass wir unsere Verhaltensweisen, Strategien und Methoden grundlegend ändern müssen. Rein pragmatisches Denken und Handeln allein reichen nicht mehr aus. Impfen, impfen, impfen sowieso nicht. Wir müssen von unserer Überheblichkeit, Rücksichtslosigkeit, unserem alles-ist-möglich-alles-ist-machbar-Rausch lassen und wieder vielmehr als in den zurückliegenden 120 Jahren bereit sein, in großem Stil vom Organismus der Natur zu lernen, auf ihn einzugehen, auf ihn Rücksicht zu nehmen. D.h. auch, uns der Frage zu stellen, ob der Sinn menschlichen Lebens tatsächlich vor allem in Bequemlichkeiten und Komfort aller Art, in modernen Technologien, in Konsum und Kitsch, in immer größeren Häusern und Autos, in Unterhaltung und Ablenkung, in möglichst hohem kommerziellem Gewinn und dem damit verbundenen rücksichtslosen Ressourcenverbrauch zu suchen ist. Und wir müssen uns eingestehen, dass die Menschheit in den vergangenen 120 Jahren nicht nur hinsichtlich des Menschen selbst, sondern auch hinsichtlich des Organismus´ der Natur allzuoft totalitär gehandelt hat.

Die unzureichende Aufarbeitung vorangegangener Totalitarismen (wozu nicht nur Kolonialismus, Realsozialismus, Nationalsozialismus und die vielen anderen Diktaturformen, sondern eben auch radikales kommerzielles Gewinnstreben zu zählen ist) treibt uns direkt in die Arme neuer Totalitarismen und der mit ihnen einhergehenden Zerstörung der Lebensgrundlagen.

Totalitarismen beruhen auf dem Prinzip der Vereinheitlichung. Damit lässt sich Macht am einfachsten ausüben. Dies bedeutet aber auch, dass alles was abweicht, auf Linie gebracht oder eliminiert wird. Totale Anpassung, Ignoranz, Angst und Terror sowie dessen Verschleierung gehen damit ebenso einher wie Dummheit, die sich besonders schlau dünkt. Die Diktaturen z.B. von Hitler, Stalin und Mao haben das vorgemacht und aktuelle Diktaturen praktizieren es ähnlich.

Der Organismus der Natur dagegen agiert quasi „anti-totalitär“ 
und beruht auf Diversität, auf  Abweichung, auf Variation und 
Alternativen – sie sind Schlüssel der Evolution.

Auf dieser Basis entstehen Lösungenspotentiale für unterschiedlichste Probleme. Nicht zuletzt hinsichtlich des Lebenskampfes, der damit einher geht.

Auch für den menschlichen Erkenntnisbereich kann Diversität als der einem Ganzen und seinen Teilen und Teilchen am besten angemessene Lösungsansatz gelten. Diversität ist auch das Prinzip moderner Demokratie. Jedoch bedarf es - um an Diversität nicht zu scheitern – für Demokratie eines „integralen Punktes“. Ich sehe diesen in der potentiellen Teilhabe eines jeden Menschen an höchster universeller Intelligenz, ob nun philosophisch, wissenschaftlich, künstlerisch, religiös, kulturell und mit der Lebenspraxis selbst. Aus dieser Teilhabe könnte jedes menschliche Leben Sinn schöpfen, nachhaltiges Leben und soziale Teilhabe inklusive. Dies und eine zukunftstragfähige Entwicklung der menschlichen Intelligenz ist ohne Freiheit und Diversität nicht denkbar. Denn ohne die Praxis von Freiheit landet man in der Praxis von Ideologie und entsprechender Ignoranz.

Dass Freiheit die entscheidende Voraussetzung zur Erlangung von Erkenntnis 
und zur Entwicklung von Intelligenz ist,

zeigte Platon bereits mit seinem Höhlengleichnis. (Höhlen)Ideologien dagegen beruhen auf dem Prinzip der Vereinheitlichung und darauf, Freiheit, Diversität, Abweichung und alternatives Denken auszuschließen. Sie setzen auf die Repetition der von ihnen verbreiteten Meinungen und Ängste, auf Pragmatismen, Dummheit und Unterwerfung sowie auf Gewohnheiten und Traditionalismen. Nur so können sie ihre totalitären Regime aufrecht erhalten und ihre Interessenlagen durchsetzen.

Gerade im Zeitalter von Moderne und Anthropozän sollte jedoch klar sein,

dass Freiheit nicht nur Diversität, Abweichung, Variation und
Alternative, sondern immer auch Verantwortung bedeutet.

Platon deutete das bereits an, indem er denjenigen, die sich aus der Höhle zu befreien vermochten, die Verantwortung auferlegte, zurück in die Höhle zu gehen, um auch die anderen zu befreien. Entsprechend sind Freiheit und Verantwortung die Interfaces zwischen Teil und Ganzem, zwischen Individuellem-Soziellem-Universellem, zwischen Mensch und Natur und grundlegend, um Teilhabe an höchster universeller Intelligenz zu praktizieren sowie nachhaltige Lösungen für die großen Menschheitsprobleme zu entwickeln. Auch hinsichtlich der Macht, die kleinsten Teilchen innewohnen kann.

Allerdings werden wir keine einzige Lösung für die großen Menschheitsprobleme
entwickeln und realisieren können, ohne dafür einen angemessenen Preis zu zahlen.

Sind wir dazu nicht bereit, halsen wir diesen Preis kommenden Generationen auf. Allein schon die Tierwelt führt mit ihrer Nachwuchsfürsorge eindrucksvoll vor Augen,

dass alles gegenwärtige Leben um des zukünftigen willen lebt. 
Eine Spezies, die das nicht realisiert, ist zum Untergang verurteilt.

Wollen wir Menschen uns „dümmer“ als die Tierwelt verhalten? Wir wären dann nicht nur als Spezies „zu dumm zum Überleben“, sondern hätten auch konkret als Eltern und Großeltern unserer Kinder und Enkel versagt. Ein Witz? Sicherlich nicht.

Aus all dem ergeben sich eine ganze Reihe von Fragen, z.B.: Ist es vielleicht möglich, dass die westliche Welt sich in eine Höhlenideologie und Wissenschaftsabergläubigkeit hineingesteigert hat, der die großen – das Ganze betreffenden – philosophischen Fragen von Leben und Tod aus dem Blick geraten sind? Ist es vielleicht möglich, dass die quasi-totalitäre Wissenschafts-, Technologie- und Kommerzabergläubigkeit dazu führt, sich für intelligenter zu halten als der Organismus der Natur es ist? Ist es vielleicht möglich, dass die Menschheit die mit Moderne und Anthropozän verbundene evolutiv neue Situation noch gar nicht wirklich zur Kenntnis genommen hat? Ist es vielleicht möglich, dass sie daher nicht in der Lage ist, langfristig und nachhaltig zu handeln und die entsprechenden Lösungsansätze als solche zu erkennen und als Teile einer mögliche Synthese zu debattieren?

Ist es vielleicht möglich, dass Covid19 eine der
Antworten der Natur auf diese Ignoranz des Elementarzusammenhangs
zwischen dem Ganzen und seinen Teilchen ist?

Konkret: Ist es auszuschließen, dass jene, die in jungen Jahren geimpft werden, irgendwann (monatlich, wöchentlich, täglich?) ganze Cocktails von Impfstoffen schlucken müssen und trotzdem massiv unter Krankheit leiden? Ist es vielleicht möglich, dass die Abweichler (die heute als „Impfgegner“ beschimpft und stigmatisiert werden) eines Tages mit ihrem Genmaterial für den Fortbestand unserer Spezies von Bedeutung sein könnten?

Ist es vielleicht möglich, dass es ein Fehler ist, die Überlastung der
Intensivstationen mit Covid19-Patienten (mehr als 0,01% der Bevölkerung?)
als Richtschnur allen Handelns bzgl. Covid19 und der Zukunft unserer
Spezies auszurufen?

Könnte es vielleicht möglich sein, dass (ältere) Menschen in ihrer Freiheit und Würde um kommender Generationen willen bereit sind, den eigenen Lebensrest und Vorteil dahinzugeben? Ist es vielleicht möglich, dass wir Krankheiten und Tod als Teile des organismischen Prinzips akzeptieren müssen, um dessen Ganzes nicht zu einem Kaputten zu machen?

Hinsichtlich all der vorstehenden Überlegungen und Fragen kommt es auch angesichts von Covid19 mehr denn je darauf an, langfristig/nachhaltig zu denken und zu handeln und darauf, dass dafür die entsprechende Freiheit und Diversität gewährleistet wird. Ich selbst habe mich freiwillig impfen lassen. Aber andere Menschen dazu mehr oder minder zu zwingen, ist aus den o.g. grundsätzlichen Erwägungen heraus abzulehnen. Auch wenn dies (freiwillig dahingegebene) Menschenleben kosten sollte,

ist die Freiheit der eigenen Entscheidung für oder gegen
das Impfen des eigenen Körpers eine unabdingbare Voraussetzung, 
um unsere Demokratie nicht in totalitäre Mentalitäten
abgleiten zu lassen.

Dies auch dann, wenn der Preis dafür kaum unerheblich sein wird.

 

H.Johannes Wallmann © 2021 - Berlin, am 17.12. / 26.12. 2021 / integrale-moderne.de

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