"DIE WENDE GING SCHIEF"
H. Johannes Wallmann: "DIE WENDE GING SCHIEF oder warum Biografie mehr als nur eine rein persönliche Angelegenheit ist" Kulturverlag Kadmos ISBN 3 86599 095 9 | 19,90 €
"Die Wende ging schief" ist nicht nur der authentische Zwischenbericht von einem engagierten und spannungsvollen Künstlerleben (der Autor verließ nach einem kulturpolitisch begründeten Ausreiseantrag und jahrelangen Schikanen 1988 die DDR), ist nicht nur eine ernüchternde Diagnose deutscher Gegenwart, sondern formuliert eine Vision, die auf totalitär beeinflusste Mentalitäten und Zustände antwortet.
Wie schon in seinem ersten Buch "INTEGRALE MODERNE - Vision und Philosophie der Zukunft" (2006) reflektiert Wallmann auch in seinem neuen Buch Grundfragen von Kunst, Kultur, Demokratie, "Ökolonomie" und Ethik. Er zieht nun aber - angesichts sich erneut anbahnender großer Katastrophen der Moderne (oder auch nur angesichts von Hartz4 sowie eines neuen Überwachungsterrors) - die Schlussfolgerung, dass es an der Zeit ist, in Deutschland jene Selbstverständnisdebatte zu beginnen, die sowohl nach dem Ende des Nationalsozialismus als auch nach dem Ende des Realsozialismus ausblieb.
Stimmen zum Buch
Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat der Freien Universität Berlin (Ausgabe 29/2011), Rezension von Dr. Jochen Staadt: "Die Biographie von Johannes Wallmann ist schon deswegen keine rein persönliche Angelegenheit, weil er von frühester Jugend an mit einem totalitären System im Konflikt lag, das den ganzen Menschen seinen Anforderungen und Zukunftsvorstellungen unterwerfen wollte. ... Beeindruckend ist, wie er sich die innere Freiheit zu künstlerischer Autonomie erarbeitete und den Zumutungen des Regimes entzogen hat, sowohl in ästhetischer wie in politischer Hinsicht. ... Wie der Autor und seine Nächsten trotz Zersetzungsmaßnahmen, Organisation von Mißerfolgen, verdeckte Be- und Verhinderung der künstlerischen Wirkungsmöglichkeiten und all der Widerwärtigkeiten noch und noch, wie sie sich dennoch behaupten konnten, ist ein kleines großes Lehrstück des Widerstehens gegen diktatorische Zumutungen."---
Dr. Friedrich Spangemacher (Musikwissenschaftler): "... Ich muss mich sehr herzlich für die Zusendung Deines Buches "Die Wende
ging schief" bedanken. Ich habe es jetzt im Urlaub intensiv mit großem
Interesse gelesen und bin erschüttert... Es ist wirklich nötig, neben der DDR-Geschichte der Musik
auch die Post-DDR-Geschichte aufzuarbeiten und die alten Seilschaften
offen zu legen. Mich hat schon 1990 gewundert, dass die alten Strategen
der DDR auch die neuen waren. Ich erinnere mich noch an einen Aufenthalt
im Februar 1990 in Berlin (damals noch Ost), wo ich nicht verstehen
konnte, dass die alten Funktionäre (so bezeichne ich sie mal) wieder
ans Ruder kamen - mit tätiger Hilfe einiger BRD-(Funktionäre)-Kollegen.
Grässlich fand ich das alles.
Es bleibt viel zu tun.
..." (Friedrich Spangemacher, 12.8.2011)
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Moritz Eggert (Komponist): "... Dein Buch hatte ich bei fast allen Reisen dabei und habe es an allen möglichen Orten gelesen, zum Beispiel in der Immigrationschlange am Washingtoner Flughafen (die Sicherheitsvorkehrungen in den USA sind inzwischen dergestalt, dass ein Grenzübertritt zu DDR-Zeiten im Vergleich ein Kinderspiel war). Als mich einer der Security-Leute durchsuchte (und zwar auch an Stellen, an denen man nicht durchsucht werden möchte) fand er Dein Buch und fragte mich "What's this?" und es war sehr lustig, es ihm zu erklären. Wie auch immer: Ich habe das mit großem Interesse gelesen, und Du hast wirklich vorbildlich Hintergründe und Schrecken der DDR für freie Denker wie Dich beschrieben, dabei aber auch immer wieder das Ganze in größere philosophische Zusammenhänge gebracht. Für die Buchtipps der NMZ kam Dein Buch ein bißchen zu spät, ich werde es aber doch der Redaktion noch einmal anempfehlen und vor allem heute in meinem Blog darüber schreiben, was Du unter http://blogs.nmz.de/badblog/2010/12/19/die-wende-ging-schief-ein-buch-von-h-johannes-wallmann/ ab jetzt finden kannst. Ich hoffe hiermit einen kleinen Beitrag zur Verbreitung Deines schönen Buches leisten zu können! ... " (20.12.2010)
Moritz Eggert: "... Angenehm bei diesem Buch ist, dass
Wallmann zwar die Dinge beim Namen nennt und nicht beschönigt,
andererseits aber auch stets sein Idealismus zu spüren ist, seine
Emphase für Musik als eine Kunst, die auch eine Verantwortung zur
Wahrheit in sich trägt. Dieses Buch ist daher sehr zu empfehlen – vermag es doch manche
Wessi-Bildungslücke über diese Zeit zu schließen, gerade dadurch weil
es ein persönlicher Erlebnisbericht, keine Abhandlung ist. Moritz Eggert" (20.12.2010)
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Manfred Stüting (ehem.Chefredakteur von "Dresdner Neueste Nachrichten"): "Ihr Buch, lieber Johannes, hat mich von Anfang an gepackt und noch nicht ganz los gelassen. Das liegt auch an Ihrer Konkurrenz: Parallel liegt Herta Müllers „Atemschaukel“ auf meinem Nachttisch." (23.12.2009) „Was Sie und Ihre Familie mitgemacht haben, sprengt manche Vorstellungen, die mir bis bis zum Lesen Ihrer Aufzeichnungen untergekommen sind. Man ... glaubt alle Facetten der Wende-Folgen aus Untersuchungen, Umfragen, Gesprächen und eigenen Erfahrungen überblicken zu können – und dann erfährt man, dass man eigentlich nicht sehr viel weiß. ... Trotz mancher Eindrücke durch Ihr Buch bleibe ich dabei: Die Wende ist nicht schief gegangen. Nicht einmal für Sie. Sie ist allerdings noch nicht vollendet. So lange Ewig Gestrige ihre Netze knüpfen können, wird es immer wieder Engpässe aller Art und in vielen Bereichen geben, und die Kultur ist einer der Bereiche, in denen sich Intrigantentum weitgehend ungestört entwickeln kann. ...“ (Manfred Stüting, 12.2.2010)
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Karl Corino (Literaturkritiker): „... was auf S.328 steht, unterschreibe ich auch heute noch. Ich habe unter den Folgen der Hermlin-Affäre (1996) noch heute zu leiden ... Reiner Kunze wurde mehrfach Zeuge, wie ich in Akademien, Juries etc. in absentia gemobbt werde, weil ich es wagte, Herrn H. als Hochstabler und Fälscher zu entlarven. Die Verlautbarungen der ... etc. zeigen, dass zumindest in manchen Bereichen die Wende gründlich schiefgegangen ist.“ 6.3.2010)
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Reiner Kunze (Schriftsteller): "Ich bin ganz sprachlos, wie viele Einzelheiten Sie noch wissen. ... die Detaildichte (wer bei wem wo was) ist erstaunlich. Solcher Tatsachen-Kompendien kann es nicht genug geben." (1.11.2009)
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"Die Wende ging schief – oder: Die halbherzige Revolution
Günter Knoblauch (ehem. Siemens-Manager): "Ein ungewöhnlich starkes und zugleich spannendes Buch! Die künstlerische und politische Biografie eines "DDR-Komponisten". Nein, so ganz richtig ist dieser Satz eigentlich nicht, denn die Musikhochschule Weimar hat bis heute nicht den Makel ihrer DDR-Vergangenheit, ihrer ehemaligen SED-Hörigkeit und Willfährigkeit bereinigt: Das Diplom von Johannes Wallmann liegt noch dort, wo es auf Druck der ehemaligen Kulturpolitiker der DDR und des MfS hinwanderte: Im Archiv der Kunsthochschule in Weimar.
Wallmann, ein begabtes Kind, kommt aus einer Pfarrersfamilie - mit allen daraus resultierenden Hindernissen wie z.B. den Versuchen der Ausgrenzungen von Bildungsmöglichkeiten. Doch schon seine frühen musikalischen Leistungen und sein Wille sind so herausragend und ausgeprägt, dass er immer wieder einen Weg und Förderer findet, die den jungen Musiker im Rahmen ihrer Möglichkeiten fördern - bei In-Kauf-Nahme persönlicher Risiken.
Es ist eine Abrechnung mit den kulturellen Instrumentarien der DDR, deren Protagonisten, Zuträgern, den vom MfS in den Freundeskreis eingeschleusten IM's. Und es gibt Einblick in bisher unbekannter Tiefe in das "Musikgeschehen" der DDR - wie man gleichschaltete oder, wenn dies nicht ging, versuchte die Nonkonformen zu behindern, zu isolieren, auszugrenzen, zu verleumden und ... Es überkommt einen das Grausen über diese DDR, wenn man in Wallmans MfS-Dokumenten liest: "Besteht die Möglichkeit, die Aussagekraft und Zielstellung der Kompositionen des Wallmann (so) zu deuten, ... der Verdacht des hetzerischen oder staatsfeindlichen Inhaltes....". Und die Täter von gestern? Auch hier wird man fündig! Die Seilschaften haben überlebt und sind gut versorgt. Aber es ist auch ein sehr persönliches und erklärendes Bekenntnis zu neuen Formen Musik wie das (Dresdner) Glocken-Reqiem, Reiner-Kunze-Zyklus (Uraufführung 2009, Berliner Philharmonie) ... Johannes Wallmann hatte Courage - ein Buch für Musik- und Politikinteressierte, dass man unbedingt haben sollte und lesen muß." (Günter Knoblauch, 11.8.2010)
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Prof. Dr. E. Krippendorf (Philosophie und Politikwissenschaftl): "Lieber Herr Wallmann - kurz kennengelernt haben wir uns im Herbst bei
der kleinen Kadmos-Party; und dort nahm ich mir Ihr
autobiographisches Buch mit. Dann lag es ungelesen bei vielen anderen
Büchern - bis vor 10 Tagen, als ich endlich danach griff - und es
nicht wieder aus der Hand legte. Es hat mich sehr bewegt und
beeindruckt - diese Ressentiments-Losigkeit und Nicht-Verbitterung,
wozu Sie nach all der schikanösen DDR- und dann in abgemilderter Form
der West-Behandlung jedes Recht gehabt hätten, was Sie über Ihre
Musik schreiben, die Hartnäckigkeit, mit der Sie...am dicken Brett weiter gebohrt haben und weiter bohren - das
alles macht aus diesem Buch ein eindrucksvolles zeitgeschichtliches
und persönliches Dokument ... Sie haben Zeugnis abgelegt, und das wird bleiben. Ohne
das jetzt im Einzelnen zu begründen, wollte ich Ihnen das als reich
beschenkter Leser mitteilen. Wenn Ihre Musik mal wieder in Berlin zu
hören sein wird, wäre ich für eine Benachrichtigung dankbar. Mit
herzlichen Grüßen auch an Ihre Frau, die ich bei Gelegenheit der
Lektüre auch ein bißchen kennengelernt habe, Ihr Ekkehart Krippendorff" (22.02.2011)
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Prof. Dr. J. Wallmann: „Den Begriff Wende gebrauche ich höchstens umgangssprachlich, sonst
vermeide ich den Krenzschen Begriff ... Meinen Verdacht habe ich nach
der Lektüre bald fallen lassen. Die biografischen Partien des Buches
habe ich mit Spannung und starkem Interesse gelesen. Noch nie ist mir
die Wirklichkeit des Lebens in der DDR so vor Augen getreten wie hier.
... Immerhin ist mir die Zeit, in der Ihr in starker Bedrängnis lebtet
und ich Euch in der Hallandstraße besuchte, noch in guter Erinnerung.“
(Prof. Dr. J. Wallmann, 26.1.2010)
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F. Schaarschmidt: „Die Wende ging schief, ein Buch gespickt mit musikalischem
Wissen und wahren Tatsachen zur "Wende", zur DDR und auch meiner
langsamen politischen Reifung. ... alle Worte über DDR, SED.
Widerstand, alles ok. Sehr kluge Gedanken, muß ich verarbeiten.“
(F. Schaarschmidt, 7.6.2010)
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“...wenn
Euch in den letzten Wochen oft die Ohren geklungen haben, so liegt das
daran, dass ich bei der Lektüre Eures fesselnden Buches ganz intensiv
an Euch gedacht habe ... Viele gute Wünsche und herzlichste Grüße!
Frauke“ (23.4.2010)
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W. Rudolph (Freund und ehem. Kommilitone des Buchautors): "Ein sehr ehrliches Buch."

