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Audio . SOLO-UNIVERS 1-5

SOLO-UNIVERS 1-5 - 5 neue Konzerte für Solisten und Orchester von H. Johannes Wallmann . Mitschnitte von Deutschlandfunk der 5 Uraufführungen am 28.10.2010 im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie

mehr Informationen zu Wallmanns SOLO-UNIVERS

Rundfunk-, Presse-, Musiker- und Hörerstimmen

Berliner Zeitung, Rezension 30.10.2010: "... Solo Univers 1 - 5" heißt der Zyklus von fünf Konzerten für Bläser und Orchester, in dem die Klänge von den Emporen und Gängen des Kammermusiksaals den Solisten umkreisen. Die Solo-Instrumente sind dabei nie allein, sondern stets im Raum verdreifacht, ihre Stimme wird in differenzierten Echos gebrochen. Wer auf Wallmanns Einladung nach jedem Konzert den Sitzplatz wechselte, konnte den Klang immer wieder aus anderer Perspektive wahrnehmen, mal umhüllend, mal aus zwei Richtungen strahlend, mal frontal. ... Die Musik ist, bei Vermeidung traditioneller Formen, von anrührender, neu entdeckter Schönheit, auch wenn sie verfremdete Farben souverän in ihre Sprache integriert. Interessant ist nicht zuletzt, wie "Solo Univers" als großer, freier Variationszyklus funktioniert, in dem jedes einzelne Konzert vor dem Universum der anderen steht. ... Wallmanns Musik ist die eines Außenseiters, eine alternative Moderne, die ihre Intelligenz nicht in gesteigerte Komplexität investiert, sondern in die Frage, wozu Musik eigentlich in einer Gesellschaft gut sein könnte." (Peter Uehling)
 
neue musikzeitung, Rezension 1.11.2010 online: "... Er hat ein Buch geschrieben, das unter dem Titel "Integrale Moderne" die großen Fragen der Menschheit behandelt und entwirft, welche Rolle die Kunst spielen könnte bei ihrer Rettung vor den selbstgemachten Untergangsgefahren. Die integrale Moderne will dennoch keine Privatmythologie sein und ihr Verfasser kein Guru wie Wagner oder Stockhausen, sondern ein Entwurf, an dem weitergearbeitet werden soll. Wallmann strebt daher auch nicht nach Festspielhäusern und Kugelauditorien, sondern ins Offene. ...  auch Wallmanns neuestes Werk, das am Donnerstag (28.10.) von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Leitung von Franck Ollu uraufgeführt wurde, ist Raummusik. "Solo Univers 1-5" heißt der Zyklus ... gespielt von hochkarätigen Solisten wie Stefan Dohr (Horn) oder Ib Hausmann (Klarinette) ... Selbst die sechs Blechbläser des Orchesters, die gerne einen drohenden Choralton anklingen ließen, werden leicht. Wallmanns Musik ist von verführendem Wohlklang, in ihrer Verknüpfung von Raum, Klang und Ausdruck scheint sie Vorklang einer in der Welt noch nicht realisierten Harmonie zu sein. In diesem Mut zur Utopie liegt ihre eigentümlich zarte Kraft." (Peter Uehling)

Deutschlandfunk, 2.1. 2011 über SOLO-UNIVERS 1-5: „In jedem der Konzerte rückt ein anderes Blasinstrument ins Zentrum: Oboe, Fagott, Klarinette, Horn und Flöte. Zwar sind die einzelnen Konzerte separat aufführbar (und so sind sie auch angelegt), dennoch bilden sie einen Zyklus, in dem sich Johannes Wallmann nicht nur vielschichtig mit dem Spannungsverhältnis zwischen Soloinstrument und Orchester, sondern auch – in überhöhendem Sinne – mit dem Wechselspiel zwischen den Teilen und dem Ganzen auseinandersetzt. ... So befanden sich die Musiker in SOLO-UNIVERS nicht nur auf dem Podium, sondern wurden in kleinen Gruppen auch im ganzen Raum verteilt – wobei die hervorragenden akustischen Eigenschaften des Kammermusiksaals der Berliner Philharmonie ein intensives Raumklang-Erlebnis begünstigten. `Hen kai pan´- Eins und Alles – spiegelt sich in SOLO-UNIVERS auch auf struktureller Ebene wieder, wenn gleich philosophische Erwägungen die künstlerische Arbeit Wallmanns nicht dominieren.  ... er ist viel zu sehr Musiker, als dass seine Werke klingende Illustrationen seiner Denkgbäude wären. ... Riege großartiger Interpreten ... Das Orchester gehört mittlerweile zu den rennomiertesten deutschen Klangkörpern und Franck Ollu genießt als Spezialist für zeitgenössische Musik ebenfalls einen hervorragenden Ruf. Im Kontext der wechselnden Solisten und unterschiedlichen Klangcharaktere stellen Die Deutsche  Kammerphilharmonie Bremen und Franck Ollu ein Kontinuum dar, das sowohl die Eigenheiten als auch die Gemeinsamkeiten der fünf Konzerte konzentriert herausarbeitet. Musikalische Verknüpfungen sind ein zentrales Merkmal des Zyklus´ und im letzten Konzert - im Flötenkonzert – stechen sie besonders hervor. Mit ihm schließt sich der Kreis“. (Egbert Hiller)
 
Neue Zeitschrift für Musik (Jan./Febr.2011) über SOLO-UNIVERS 1-5: „Die fünf Konzerte für Solisten und Orchester, hervorragend interpretiert von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung des Dirigenten Franck Ollu, stellen einen rein instrumentalen Zyklus dar, in dem sich immer wieder neue Raum- und Klangkonstellationen ergeben, die sich sowohl musikalisch entfalten wie auch eine symbolische oder metaphysische Kraft ... der Komponist arbeitet nicht nur mit den geometrischen und akustischen Gegebenheiten des Raums, sondern auch mit dem Tonraum und dem musikalischen Raum; verbindet sozusagen abstrakte und konkrete Dimensionen des Raumes und lädt schließlich den Hörer ein, in all diese Räume einzutreten ... Nicht programmatisch, sondem frei, assoziativ und um uns mit auf die "Reise" zu nehmen, scheinen die Konzerte auch durch die Landschaft unserer europäischen Musikgeschichte zu führen ... Jedes Konzert ist einem Instrument zugeordnet, Solo-Univers I: Oboe, II: Fagott, III: Klarinette, 1V: Horn und V: FIöte. Bei der Uraufführung in Berlin waren es die Solisten Nick Shay Deutsch, Axel Andrae, Ib Hausmann, Stefan Dohr und Silvia Careddu. Sie alle haben das Publikum begeistert". (Melanie Uerlings)
 

Stimmen von Musikern und Hörern zu SOLO-UNIVERS 1-5:

Franck Ollu (Dirigent): „Johannes ist etwas Besonderes in der deutschen Musikszene ... er ist sehr interessiert an Vertikalität, an Klang ... das ist wie klassische Musik, es muss perfekt stimmen und die Farben müssen richtig sein. Und dafür haben wir ganz genau das richtige Orchester und die richtigen Solisten - extrem extrem gut.“
Thomas Klug, Konzertmeister der DDKB: „sehr durchdacht, sehr konzeptionell ... eine ganz ganz tief gefühlte Musik, die sich auf den Hörer überträgt.“
Nick Deutsch: 
„Ein sehr interessantes Werk ... sehr gut komponiert ... alles hat eine Relation zueinander. Was ich besonderes gut finde, ist die Idee mit den Co-Solisten.“
Axel Andrae: „Ich bin von seiner Musik sehr überzeugt, sie begeistert mich ... handwerklich hervorragend ... gut zu hören ... transparent ... eine Musik auf einem sehr hohen auch internationalen Niveau.“
Ib Hausmann: „berauschend schnell und virtuos ... ein sehr offenes und freies Stück ... es macht großen Spaß!
Stefan Dohr: „...wahnsinnig spannend ... man bekommt so viele klangliche und räumliche Eindrücke von diesem Stück, dass es einen wirklich sehr begeistern kann!“
Silvia Careddu: „sehr originell ... der Echo-Effekt ist eine Technik, die nicht so oft benutzt wird, aber sehr schön ist ... perfekt für den Kammermusiksaal.“
Bratscherin: „Die Klänge, die er macht - das ist unglaublich! Der Wallmann hat eine unglaubliche Fähigkeit, Klänge zu erzeugen, alle auf natürliche Weise, die so faszinierend sind, dass man sich selber wundert, wie man solche Klänge erzeugt ... Klänge, die hab ich auf meiner Bratsche noch nie erlebt“
Geigerin: „Der Raum? Der ist doch phantastisch, das ist einfach wunderbar in diesen verschiedenen Positionen!“

Hörer 1: „Die Energie, die durch diese Musik entstanden ist, hat einen komplett durch den Raum getragen.“
Hörer 2: „Ich bin immer noch ganz perplex von diesem interessanten Erlebnis.“
Hörer 3: „Eine tolle Erfahrung!“
Hörer 4: "auf sehr hohem Niveau umgesetzt"
Hörer 5: "das tönt in einem noch nach" 
Hörer 6: "hat mir sehr viel Spaß gemacht."
Hörer 7: "absolute Begeisterung und Verzauberung"

Hörerin M.H.: "SOLO-UNIVERS - Versuch, darüber zu schreiben" : „... Ähnlich wie der Schall sich in den Bergen am hartem Fels bricht und rundläuft, wanderten hier Klänge durch den Raum, fanden ihr Echo, setzten sich fort und machten den Raum des Kammermusiksaals mit all seinen Koordinaten  als (Klang-)Landschaft intensivst erlebbar.  ... Komplexes schien dabei nie Selbstzweck, Reduziertes nie bloßer Effekt…eine sanfte, aber darin mutige „Eigengesetzlichkeit“  schien hier mit Sensibilität und – ja – kompositorisch souveränem „Handwerk“ ausformuliert zu sein. ... Diese Musik möchte wohl eher nicht alte Zusammengehörig-keiten hörbar machen, sondern verlocken, Neues zusammen-zu-hören /zu-denken (ohne dabei je das Spektakel zu suchen).  Zu den souverän eingesetzten Orchesterklängen kam noch eine „exclusive“ kleine Auswahl an dezidiert „geräuschhaften“ Klängen dazu – z.B. ein eigenwilliges schroffes Schaben – die in ihrer Obertonqualität und Gestik dezidiert „ernst genommen“ und nuanciert in das klangliche Umfeld integriert wurden. (Anstatt - wie oft gehört - nur als „Würze“ und „Modernitäts-beweis“ zu dienen.) Das Publikum spendete der Musik und den exzellenten Ausführenden dankbar einen lang anhaltenden Applaus, „Bravo´s“ und sogar „Zugabe“-Rufe. Ich hatte nach dem Hören des Konzertes den Wunsch, die Musik sofort anschließend noch mal zu hören!"
 
Hörerbrief zu SOLO-UNIVERS 1-5:  "Für mich war faszinierend zu entdecken, wie ein klassisches Konzert durch das Spiel mit dem Raum so individuell abhängig von der eigenen Position im Raum wird, dass man die gleiche Erfahrung nicht durch Anhören von Aufnahmen reproduzieren kann und damit durch die Einzigartigkeit motiviert wird, ... das Konzert live zu erleben. Klassische Abgrenzungen von Orchester und Publikum sind live zwar auch eindrucksvoll, man fühlt sich aber eher außen vor ... bei Ihrer Musik kann man sich selbst als die wichtigste Resonanzfläche von Emotionen verstehen und spürt einfach diese besondere und ungewöhnliche Aufmerksamkeit, die einem entgegengebracht wird."
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