Benutzerspezifische Werkzeuge

liquid-orchestra.net

Podiumsdiskussion und "Raumklangkonzert für Profis, Laien und Publikum" von H. Johannes Wallmann (Uraufführung zum 100. von John Cage) 3. Oktober 2012, 19:00 / 20:30 Uhr, verlegt in die St.Matthäus-Kirche - gegenüber der Berliner Philharmonie

John-Cage: "von dem gemeinsamen Kopf Gebrauch machen"

„Die Welt, in der wir leben, ist heute ein einziger globaler Geist. Es besteht die Möglichkeit, dass dieser Geist eines Tages utopisch mit sich eins wird. Wenn wir von diesem gemeinsamen Kopf Gebrauch machen, dann können wir zu Menschen werden, die sich statt dem Konkurrenzkampf und dem gegenseitigen Töten schlicht dem Leben widmen.“

 „Ein nüchterner und ruhiger Geist ist ein solcher, bei dem das Ich das Fließen jener Dinge nicht behindert, die durch unsere Sinne in uns herein – und durch unsere Träume in uns heraufkommen. Unsere Aufgabe im Leben ist es, mit dem Leben, das wir leben, ins Fließen zu kommen, und dazu kann die Kunst uns verhelfen.“

Cage/Wallmann-Texte

John Cage, 1970: "Meiner Meinung nach ist heute die Veränderung der  Gesellschaft wichtiger als die Vervollkommnung eines  Individuums." H. Johannes Wallmann, 2012: „Meiner Meinung nach bedingen sich die Veränderung der Gesellschaft und die Vervollkommnung des Individuums gegenseitig. Und die Kunst kann uns dabei helfen.“

--------

PODIUMSDISKUSSION UND KONZERT, 3. Oktober 2012

20:30 Uhr: Raumklang-Konzert für Profis, Laien und Publikum

liquid-orchestra.net

von H. Johannes Wallmann, Uraufführung zum 100. von John Cage u.a. mit der Berliner Camerata

19:00 Uhr: Podiumsdiskussion/Einführungsveranstaltung:

zukunft - liquid + integral?  

Vision und Philosophie moderner Teilhabe und Selbstorganisation //  eine neue Option für Deutschland und Europa?

Gesprächsteilnehmer: Joerg Blumtritt, stv. Pressesprecher der Piratenpartei Deutschland; Lilo Fuchs, ehem. DDR-Bürgerrechtlerin; Ines Pohl, Chefredakteurin der taz; Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kultrurrates; Gastgeber: H.Johannes Wallmann

piratorama.de   Übertragung per Livestream

Rezensionen und Stimmen zur UA von liquid-orchestra.net

DeutschlandRadio (11.10. 2012) zur Uraufführung von liquid-orchestra.net:

DRadio: "Und auch wenn Wallmann dabei nicht immer ganz glücklich aussieht - das Wechselspiel zwischen Musikern und Publikum funktioniert. Die verschiedenen Klänge fließen ineinander und irgendwie entsteht tatsächlich etwas Neues. ... Alle sind spürbar begeistert von dem, was sie soeben zusammen auf die Beine gestellt haben ... sein Grundgedanke von einem gemeinsamen Erlebnis ist aufgegangen. ... "Das war ungewöhnlich" ..."
 
Berliner Zeitung, 5.10. 2012: "... Was zum Beispiel bedeutet eigentlich der reale Raum, um den hier in Vorbereitung so gekämpft wurde, wenn das Konzert auch im Internet miterlebt werden kann? Anders gefragt, entsteht im virtuellen Raum etwas Eigenes? In diesem Fall muss man sagen, dass es - trotz Livestream und Remix-Phasen - ein auf beinahe berührende Weise analoges Ereignis war, das Anwesenheit im realen Raum voraussetzte. Mit musikalischen Zeichen griffen die Musiker in den Ablauf ein, mit Handzeichen gab der Dirigent dazu sein Einverständnis."
 
„... danke für das schöne Konzert. Wir haben den stream erlebt, waren also quasi bei der Veranstaltung.“ (Hansi + Anne H.)
 

"... hatte gerade am Telefon mit einer Freundin (bildende Künstlerin) über das Konzert gesprochen ... Barbara fand sowohl das Projekt mit seiner auch politischen Dimension, wie auch die Musik als Musik an sich, äußerst spannend, und meinte, dass die Übertragung der musikalischen Prozesse auf gesellschaftliche Prozesse sich beim Hören als wirklich denkbar darstellte.  Sie fand beim Konzert die Spannung im Raum enorm ... Sie hätte sich gewünscht, dass das Konzert ohne vorheriges Sprechen beginnt, und dass die Musik deutlich länger gedauert hätte ... ich selber habe mündlich alles bereits mehrfach gesagt, wie großartig ich das Spielkonzept als musikalische Form an sich, und in seiner Übertragungsmöglichkeit auf gesellschaftlichen Prozesse finde! Es wäre toll, das Ganze nochmal zu realisieren!“ (Margarete H.)

„Es war wirklich ein sehr schöner Abend (so haben es auch alle empfunden, die mit mir dort waren - gerade auch das wunderbare Konzert)“ ... "Das Konzert beschäftigt mich immer noch - sind so viele gute Aspekte daran deutlich zu machen, von "collaborative work", "commons"/"collage" bis zu "nur live ist echt" ..." (Joerg B.)

"Ich möchte Ihnen für ihr mutiges Engagement danken (habe gerade auch noch mal die drei Dokumente zur Verlegung vom KMS gelesen!). Es war für mich ein sehr spannendes Projekt ... Ich fand die Teilhabe sehr spannend und habe viel über zwischenmenschlichen und musikalischen Fluss gelernt ... unter anderem, dass es uns IndividualistInnen eben gar nicht so leicht fällt mehr als die Summe der Teile zu sein ... Ich fand es ein wenig schade, dass Sie das mögliche Scheitern schon ein wenig vorwegprophezeit haben und habe mir immer wieder auch die Stille gewünscht und ersehnt, die Momente des Zögerns und vielleicht neuen Findens, die es in der geführten Schnelle so gar nicht gegeben hat ... jederzeit würde ich mich wieder auf so ein Wagnis einlassen ... auch meine Familie hat sich sehr lobend als Publikum geäußert zu der Idee des Projekts und den Anregungen, die sie mitnahmen ... " (Cornelia W.)

„Ich habe mich sehr gefreut, bei der UA mitspielen zu können! Es hat viel Spaß gemacht - schade nur, dass der Durchgang so kurz war... Eine weitere Probe wäre beim nächsten Mal aber sicher sinnvoll! ...“ (Susanne K.)

„Es war wirklich spannend und interessant“ (Leon H.)

„Ich empfand den Grundgedanken phantastisch, insbesondere das Wechselspiel ...“ (Michael H.)

---


Anschrift/Anfahrt: Matthäikirchplatz, gegenüber der Berliner Philharmonie / Herbert-von-Karajan-Straße, 10785 Berlin

S+U Potsdamer Platz, dann ca. 10 min. Fußweg auf der Potsdamer Str. Richtung Westen.

 ---
 

Einladung: Wer möchte mitspielen am 3. Oktober 2012 ?

Hallo Konzertbesucher/innen, hallo Profi- und Laienmusiker/innen, 

ich bin der Berliner Komponist H. Johannes Wallmann und lade Sie anlässlich des 100. von John Cage hiermit herzlich ein, sich am Abend des 3. Oktober 2012 an der Uraufführung eines unkonventionellen Konzertes zu beteiligen. Gemeinsam mit Ihnen möchte ich  mit diesem Konzert an diesem Tag der deutschen Einheit ein Zeichen für Teilhabe und lebendig gestaltbare Kultur und Demokratie setzen.

LIQUID ORCHESTRA - für Profis, Laien und Publikum - ist ein musikalisches Selbstorganisationsspiel aus Klang, Stille, Chaos und „neu zu entdeckender Schönheit“.  Gespielt wird es auf der Grundlage von Klangstrukturen sowie klaren einfachen Regeln und Zeichen.  Das Spiel selbst ist eine Auseinandersetzung mit Cage´s Musikdenken und der darin gedachten Freiheit. Aber es verdeutlicht zugleich auch (was wir aufgrund der Ressourcenknappheit längst alle wissen), dass eben nicht "alles geht". Mitwirken können Profi- und Laienmusiker/innen aller Couleur und das Publikum selbst,  das auf unkonventionelle Weise einbezogen wird. Die "Berliner Camerata" wird das Kernensemble sein. Die Vokalgruppe um Margarete Huber sorgt insbesonders für die Refrains. Computermusikalische Live-Bearbeitungen erfolgen unter Leitung von Stefan Tiedje.

Die Musiker (und Musikergruppen) sind im Raum um das Publikum herum verteilt. Sie haben unterschiedliche Verantwortungsbereiche, zugleich jedoch die Aufgabe, diese miteinander zu vernetzen. Daher sind sie darauf angewiesen, die Zeichen, die sie sich gegenseitig geben, zu erkennen und zu beachten. Im Wechselspiel zwischen stillem Hören und musikalischer Aktivität geht es darum, gemeinsam (und jenseits aller Ichsucht) ein musikalisches Ganzes entstehen zu lassen, das mehr als die Summe seiner Teile ist. Unter Einbeziehung von Ausschnitten aus dem je eigenen Musik-Repertoire der Mitwirkenden verläuft das Spiel in Rondo-Form - der Uraltform von „gleichbleiben“ und „verändern“.

Ich freue mich auf dieses außergewöhnliche Konzert und bin gespannt auch auf Ihre Mitwirkung, zu der Sie herzlich eingeladen sind! 

H. Johannes Wallmann 

--------

Voraussetzungen zur Mitwirkung

als Musiker in LIQUID ORCHESTRA: Auf Ihrem Instrument sollten sie  leise Töne aus den A-Dur- und Es-Dur- sowie den H-Moll- und F-Moll-Dreiklängen sauber intonieren können und dafür ein entsprechend gutes musikalisches Gehör mitbringen. 

Gesamtprobe

Die Gesamtprobe für alle Instrumentalisten ist für den 3.10. von 10 bis 13 Uhr in der St. Matthäus-Kirche vorgesehen. Die Teilnahme ist für alle Instrumentalisten verpflichtend. Jedoch können bereits im Vorfeld detaillierte Informationen ausgetauscht werden und ggf. kleinere Teilproben erfolgen. Alles weitere wird während des Konzertes selbst erprobt. 

Erläuterung für das Publikum

Die verschiedenen Zeichen und Möglichkeiten des Spiels werden mit dem Publikum zu Beginn des Konzertes erklärt und geprobt; es wird ganz einfach gehen! Die Refrains werden vokal und von allen gemeinsam ausgeführt  (z.B. mit „mmm“, „aha“, a-e-i-o-u). Die Couplets werden nur von den Instrumentalisten ausgeführt. Außerdem gibt es Spielphasen mit computermusikalischen Live-Bearbeitungen.

Das Kernensemble - die Berliner Camerata

Kernensemble dieser Uraufführung ist die Berliner Camerata Unter der künstlerischen Leitung von Ausnahmegeigerin Olga Pak bringt das Ensemble seit 2008 frischen Wind in den europäischen Klassikbetrieb, steht aber auch der Moderne offen gegenüber. Unvergessliche Konzertereignisse entstehen, wenn seine aufstrebenden Musiker aus aller Welt ihre individuellen Qualitäten zu brillantem, harmonischen Spiel vereinen. / www.columbus-concerts.de 

---------------------------------------------------------------

Finanzierung

Das Projekt muss sich selbst finanzieren, wobei vor allem die enormen Mietkosten des Kammermusiksaales zu decken sind. Daher sind an Mitwirkende keinerlei Kostenerstattungen oder Honorarzahlungen möglich. Außer der Anmeldegebühr kommen auf alle Mitwirkenden aber auch keinerlei weitere Kosten zu.

Anmeldung

Wenn Sie mitspielen möchten, benötigen wir Ihre Anmeldung spätestens am 18.9. (Posteingang). Die Anmeldung bildet zugleich Ihr Versprechen für eine kooperative Mitwirkung im Sinne von liquid-orchestra.net sowie Ihr Einverständnis für Livestreaming und Dokumentation der Uraufführung. Die Anmeldegebühr beträgt pro Musiker 17,- € / erm. 10,- €  (Schüler, Studenten, Arbeitslose). Bitte senden Sie Ihre Anmeldung, Ihre Kontaktdaten, Ihre Anmeldegebühr-Überweisungsquittung an: ticket(ättt)integral-art.de. Die Überweisung der Anmeldegebühr bitte an Integral-Art Wallmann, Konto 423 670 909 BLZ 860 100 90 Postbank Leipzig. Verwendungszweck: KMS 3.10.2012/Ihr Vor- und Familienname/Ihr Instrument. Wenn wir Ihre Anmeldung erhalten und bestätigt haben, setzen wir uns baldmöglichst mit Ihnen in Verbindung, um Ihnen genauere Informationen zu geben und ggf. Absprachen mit Ihnen zu treffen. - Sofern durch die Einnahmen aus dem Eintrittskartenverkauf die Unkosten gedeckt werden können, wird Ihnen die Anmeldegebühr nach dem Konzert ganz bzw. anteilig zurückerstattet. 

Einzelmusiker:

Name:                                Alter:                             Instrument:

Hatten Sie Musikunterricht? (von-bis):

Email:                                 TelNr.:                            ggf. website:

Ensembles:

Ensemble/Musikeranzahl: (z.B. Streichorchester/18)

Regelmässige Proben (ja/nein):

Leitung:                             Ansprechpartner:

Email:                                 TelNr.:                            ggf. website:

------------------------------------------------------------------

Eintrittskarten - freie Platzwahl

Karten ab 10€ zzgl. VVK-Gebühr an allen bekannten Vorverkaufsstellen (CTS-Eventim), hekticket.de, Restkarten an der Abendkasse ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Alternativ (ohne VVK-Gebühr, Abholung an der Abendkasse): ticket(ättt)integral-art.de 

Info-Telefon

030 - 40 71 42 32

Mit dem Kauf einer Eintrittskarte erkennen Sie die Konzert-Grundregel an.

-------------------------------------------------------------------

Veranstalter, Medienpartner

 Integral-Art GbR in Kooperation mit columbus-concert GmbH

Medienpartnerschaft:  taz.die tageszeitung

piratorama.de

-------------------------------------------------------------------

Facebook und Xing 

Liquid-Orchestra auch auf Facebook und Xing - bitte "gefällt mir" an Ihre Freunde versenden!


-------------------------------------------------------------------

Der Komponist

H. Johannes Wallmann: Seit Jahrzehnten beschäftigt sich dieser Komponist mit der Entwicklung von musikalischen Selbstorganisationssystemen (sein erstes Spiel für Publikum stammt aus dem Jahr 1975). Ebenso lang verfolgt Wallmann das Konzept, avancierte Musik für breitere Publikumsschichten zu öffnen. Neben Kompositionen für Profis schuf er daher auch eine ganze Reihe von Werken für und mit Laien. Beginnend mit KLANGZEIT WUPPERTAL (dem ersten internationalen Festival für Klangkunst) wurden seine hochspannenden Klang-Projekte von zigtausenden Zuhörern besucht, immer wieder mit Begeisterung aufgenommen, von Rundfunkanstalten live übertragen, von der Presse ausgezeichnet beurteilt.

12 Überlegungen zur Reform des Urheberrechts

(bitte anklicken!)

-------------------------------------------------------------

Vorheriges Projekt

in Kooperation mit Deutschlandfunk und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen fand am 28.10. 2010 im KMS der Berliner Philharmonie die Uraufführung von Wallmanns "SOLO-UNIVERS - 5 neue Konzerte für Solisten und Orchester" statt. Hier dazu Videos mit Hörer- und Musikerstimmen:

http://vimeo.com/20895644

http://vimeo.com/20894640

 

Rundfunk-, Presse- und Hörerstimmen zu SOLO-UNIVERS 1-5

"von anrührender, neu entdeckter Schönheit" 
Berliner Zeitung, 
Rezension 30.10.2010:
"... Solo Univers 1 - 5" heißt der Zyklus von fünf Konzerten für Bläser und Orchester, in dem die Klänge von den Emporen und Gängen des Kammermusiksaals den Solisten umkreisen. Die Solo-Instrumente sind dabei nie allein, sondern stets im Raum verdreifacht, ihre Stimme wird in differenzierten Echos gebrochen. Wer auf Wallmanns Einladung nach jedem Konzert den Sitzplatz wechselte, konnte den Klang immer wieder aus anderer Perspektive wahrnehmen, mal umhüllend, mal aus zwei Richtungen strahlend, mal frontal. ... Die Musik ist, bei Vermeidung traditioneller Formen, von anrührender, neu entdeckter Schönheit, auch wenn sie verfremdete Farben souverän in ihre Sprache integriert. Interessant ist nicht zuletzt, wie "Solo Univers" als großer, freier Variationszyklus funktioniert, in dem jedes einzelne Konzert vor dem Universum der anderen steht. ... Wallmanns Musik ist die eines Außenseiters, eine alternative Moderne, die ihre Intelligenz nicht in gesteigerte Komplexität investiert, sondern in die Frage, wozu Musik eigentlich in einer Gesellschaft gut sein könnte." (Peter Uehling)

"Mut zur Utopie - Johannes Wallmanns SOLO-UNIVERS in Berlin uraufgeführt!"
neue musikzeitung, 
Rezension 1.11.2010 online:

"... Er hat ein Buch geschrieben, das unter dem Titel "Integrale Moderne" die großen Fragen der Menschheit behandelt und entwirft, welche Rolle die Kunst spielen könnte bei ihrer Rettung vor den selbstgemachten Untergangsgefahren. Die integrale Moderne will dennoch keine Privatmythologie sein und ihr Verfasser kein Guru wie Wagner oder Stockhausen, sondern ein Entwurf, an dem weitergearbeitet werden soll. Wallmann strebt daher auch nicht nach Festspielhäusern und Kugelauditorien, sondern ins Offene. ...  auch Wallmanns neuestes Werk, das am Donnerstag (28.10.) von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Leitung von Franck Ollu uraufgeführt wurde, ist Raummusik. "Solo Univers 1-5" heißt der Zyklus ... gespielt von hochkarätigen Solisten wie Stefan Dohr (Horn) oder Ib Hausmann (Klarinette) ... Selbst die sechs Blechbläser des Orchesters, die gerne einen drohenden Choralton anklingen ließen, werden leicht. Wallmanns Musik ist von verführendem Wohlklang, in ihrer Verknüpfung von Raum, Klang und Ausdruck scheint sie Vorklang einer in der Welt noch nicht realisierten Harmonie zu sein. In diesem Mut zur Utopie liegt ihre eigentümlich zarte Kraft." (Peter Uehling)

"ein intensives Raumklang-Erlebnis" / "Riege großartiger Interpreten"
Deutschlandfunk, 2.1. 2011 über SOLO-UNIVERS 1-5: „In jedem der Konzerte rückt ein anderes Blasinstrument ins Zentrum: Oboe, Fagott, Klarinette, Horn und Flöte. Zwar sind die einzelnen Konzerte separat aufführbar (und so sind sie auch angelegt), dennoch bilden sie einen Zyklus, in dem sich Johannes Wallmann nicht nur vielschichtig mit dem Spannungsverhältnis zwischen Soloinstrument und Orchester, sondern auch – in überhöhendem Sinne – mit dem Wechselspiel zwischen den Teilen und dem Ganzen auseinandersetzt. ... So befanden sich die Musiker in SOLO-UNIVERS nicht nur auf dem Podium, sondern wurden in kleinen Gruppen auch im ganzen Raum verteilt – wobei die hervorragenden akustischen Eigenschaften des Kammermusiksaals der Berliner Philharmonie ein intensives Raumklang-Erlebnis begünstigten. `Hen kai pan´- Eins und Alles – spiegelt sich in SOLO-UNIVERS auch auf struktureller Ebene wieder, wenn gleich philosophische Erwägungen die künstlerische Arbeit Wallmanns nicht dominieren.  ... er ist viel zu sehr Musiker, als dass seine Werke klingende Illustrationen seiner Denkgbäude wären. ... Riege großartiger Interpreten ... Das Orchester gehört mittlerweile zu den rennomiertesten deutschen Klangkörpern und Franck Ollu genießt als Spezialist für zeitgenössische Musik ebenfalls einen hervorragenden Ruf. Im Kontext der wechselnden Solisten und unterschiedlichen Klangcharaktere stellen Die Deutsche  Kammerphilharmonie Bremen und Franck Ollu ein Kontinuum dar, das sowohl die Eigenheiten als auch die Gemeinsamkeiten der fünf Konzerte konzentriert herausarbeitet. Musikalische Verknüpfungen sind ein zentrales Merkmal des Zyklus´ und im letzten Konzert - im Flötenkonzert – stechen sie besonders hervor. Mit ihm schließt sich der Kreis“. (Egbert Hiller)

"Sie alle haben das Publikum begeistert"
Neue Zeitschrift für Musik (Jan./Febr.2011) über SOLO-UNIVERS 1-5: 

„Die fünf Konzerte für Solisten und Orchester, hervorragend interpretiert von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung des Dirigenten Franck Ollu, stellen einen rein instrumentalen Zyklus dar, in dem sich immer wieder neue Raum- und Klangkonstellationen ergeben, die sich sowohl musikalisch entfalten wie auch eine symbolische oder metaphysische Kraft ... der Komponist arbeitet nicht nur mit den geometrischen und akustischen Gegebenheiten des Raums, sondern auch mit dem Tonraum und dem musikalischen Raum; verbindet sozusagen abstrakte und konkrete Dimensionen des Raumes und lädt schließlich den Hörer ein, in all diese Räume einzutreten ... Nicht programmatisch, sondem frei, assoziativ und um uns mit auf die "Reise" zu nehmen, scheinen die Konzerte auch durch die Landschaft unserer europäischen Musikgeschichte zu führen ... Jedes Konzert ist einem Instrument zugeordnet, Solo-Univers I: Oboe, II: Fagott, III: Klarinette, 1V: Horn und V: FIöte. Bei der Uraufführung in Berlin waren es die Solisten Nick Shay Deutsch, Axel Andrae, Ib Hausmann, Stefan Dohr und Silvia Careddu. Sie alle haben das Publikum begeistert. (Melanie Uerlings)

 
Artikelaktionen