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13.3.2004, Deutschlandfunk: Porträt - Der Komponist H. Johannes Wallmann

DLF, 13.3.2004 in der Sendereihe „Atelier Neue Musik“ Der Komponist H. Johannes Wallmann | eine Sendung von Dr. Gisela Nauck)

„... Seit dem `Ampelspiel`  von 1975 gibt es im Schaffen Johannes Wallmanns immer wieder solche musikalischen Kombinationsspiele, die auf der Grundlage von Regel und Zufall komponiert werden. Das theoretische Äquivalent in seinem INTEGRAL-ART-Konzept ist die Domäne 6: ALEA-Musik.... Spiel ist für ihn auch per se eine Form des Generierens von Zusammenhang, sodaß im Reagieren der Einzelnen aufeinander etwas Ganzheitliches entstehen kann. ... Die soziale Praxis des `teile und herrsche` wird hier durch jenes hörgeleitete musikalische Kommunikationsspiel ad absurdum geführt: da ein sinnfälliger musikalischer Kontext nur im Wechselspiel zwischen Frage und Antwort, Ruf und Widerruf ohne Herrschaftsallüren entstehen kann. …"

 

Deutschlandfunk 13.03.2004, Interview mit H. Johannes Wallmann „ ... Ich denke, dass Musik nicht um Ihrer selbst willen besteht, dass Bildende Kunst, Architektur nicht um ihrer selbst willen besteht. Und deshalb habe ich mich immer gefragt, gibt es gemeinsame Punkte, gemeinsame Nenner und wie könnten die aussehen. Ein erstes Stück 1978/79 war `Synopsis`. Es greift ganz bewusst den theologischen Begriff der Synopse auf ... Dieser Begriff der „Synopse“ ist für mich interessant geworden, nicht in Bezug auf die Bibel, sondern in Bezug eben auf das, was Musik, was Architektur, Bildende Kunst miteinander verbinden könnte.

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