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PRESSE - zusammengefasste Ausschnitte

Rundfunk- und Pressestimmen (Auswahl) zu Werken von H. Johannes Wallmann

 

Leipziger Volkszeitung

, 25.April 2008 zu INTEGRALE MODERNE: „Die Welt ist zu komplex, als dass die mannigfaltigen Probleme separiert behandelt werden könnten. Das klingt nicht nur weise, sondern trifft auch den Kern des Problems der Moderne: Ob Hungersnot, Klimakatastrophe, Aidsepidemie, Glaubenskriege, Ressourcenknappheit – die dringenden Fragen dieser Zeit werden nur selten im Verbund miteinander behandelt. Nicht so bei Johannes Wallmann, der mit seinem Buch „Integrale Moderne, Vision und Philosophie der Zukunft“ gleichzeitig aufrütteln und Weg weisen möchte. ... Dabei ist der Autor keineswegs einer unter den vielen „Weltverbesserern“. Nein, er verbindet hehren Anspruch mit dem Anstoß, die Welt einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, auch wenn das nicht immer einfach ist – und leistet damit einen wichtigen Diskussionsbeitrag.“ (Redaktion: A.Debski)

DeutschlandRadio

, Sonntag, 16.März 2008, 21.35 Uhr bis 22.30 Uhr: INTEGRALE MODERNE – über das Buch und die Kompositionen von H. Johannes Wallmann. Eine Sendung von Michael Dasche.

Hessischer Rundfunk, HR2

, Sonnabend, 12. Januar 2008, 23-24 Uhr: H. Johannes Wallmann: Glocken-Requiem XXI, Sätze 1-9 .Eine Sendung von Dr. Michael Rebhahn.

NDR-Kultur, Sonnabend 24.November 2007, 20-22 Uhr: „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms mit Faustus-Mephisto-Disputen neu gehört in Perspektiven zum „Glocken Requiem XXI“ von H. Johannes Wallmann. Readaktion: Hans-Heinrich Raab. Faustus-Mephisto-Dispute:  H. Johannes Wallmann.

Deutschlandfunk

, 15.Oktober, 2007, 20 Uhr: Buchrezension H. Johannes Wallmann „Integrale Moderne -Vision und Philosophie der Zukunft“ von Egbert Hiller: „Sein Ansatz geht tiefer. Seine Vision von einer „Integralen Moderne“ erfasst alle Lebensbereiche, die er eben nicht als separierte Einzelphänomene, sondern als ein Netz von Verknüpfungen auffasst. Strukturiert hat Wallmann sein Buch in sieben aufeinander aufbauende Kapitel, und eindringlich erläutert er am Beginn des ersten seinen gedanklichen Ausgangspunkt: wenn er postuliert, dass die Menschheit die eigentliche „Moderne“ noch vor sich habe, „als menschheitsgeschichtlichen Qualitätssprung und neues Zeitalter oder als Supergau – als Supergau dann, wenn es ihr nicht gelänge, sich von ignoranten Ideologien, Verhaltensweisen und Handlungsmaximen zu trennen. Unter dieser Prämisse erhält Wallmanns Buch auch eminent politische Dimensionen, denn jede gesellschaftliche Utopie bedeutet wie selbstverständlich Kritik an den bestehen-den Verhältnissen. Zum Pamphlet gerät „Integrale Moderne“ jedoch keineswegs. Stattdessen reflektiert Wallmann vielschichtig über philosophische Begriffe, über Demokratie und Ökonomie, über kulturell-innovative Visionen...“

Peter Zacher in Dresdner Neuesten Nachrichten

, 8.Oktober 2007, über Wallmanns Buch: „INTEGRALE MODERNE – Vision und Philosophie der Zukunft“: „...Das Scheitern der Menschheit an den Eigendynamiken der modernen Technologien vor Augen, setzt Wallmann auf die integrale Entwicklung der menschlichen Intelligenz selbst und zeigt auf, welch wichtige Rolle kulturelle Strukturen, Medien und Künste diesbezüglich spielen. ... Die entscheidenden Kapitel in Wallmanns Buch befassen sich mit der Entwicklung einer integralen Demokratie und deren Nachhaltigkeit, mit integral-moderner Kultur und Ethik und natürlich mit der Fortführung von Integral-Art ... dieses Denkmodell würde es verdienen, ernsthaft geprüft und in die Praxis umgesetzt zu werden.“

DeutschlandRadio Kultur

, 10.September 2007, 22 Uhr: H. Johannes Wallmann GLOCKEN REQUIEM XXI (Ausschnitte). Eine Sendung von Dr. Sabine Vorwerk. Nachdem bereits Radio Suisse Romande sowie der WDR Teile seines GLOCKEN REQUIEM XXI (mit Texten auf deutsch, hebräisch und hocharabisch u.a. von Anne Frank) zur Sendung brachten, kündigt DeutschlandRadio Kultur für den Vorabend des 11. Septembers an, eine halbe Stunde aus dieser 82-minütigen Komposition zu senden. Der klug gewählte Termin unterstreicht die hohe Aktualität des Werkes, das in Anlehn-ung an Lessings Ringparabel auf die Geschwisterschaft der Kulturen/Religionen zielt. In Reaktion auf diese Sendung gingen DeutschlandRadio eine ganze Reihe Hörerzuschriften zu.

Peter Becker in „NEUE ZEITSCHRIFT FÜR MUSIK

“  Juli/August 2007 (Schott, Mainz) über Wallmanns Buch INTEGRALE MODERNE: 

„ ... Wie die tiefen Glockentöne das Requiem, so begrenzen zwei Zitate aus E. A. Poes Erzählung A Decent into the Maelström die umfängliche Schrift – ein wohlbedachter Kunstgriff, mit dem Wallmann dem Leser eine poetische Zeitdiagnose anbietet und ihn zugleich auf die Wirbel einstimmt, in die er durch einen weitgesteckten Referenzrahmen zwischen Bibel und I Ging, Chargaff und Foucault, Leibniz und Ken Wilber, Postman und Virilio, Bonhoeffer und Beys, Houellebecq und McLuhan gerissen wird. ... Die Lektüre des Bandes belohnt durch Einblicke in wesentliche Aspekte eines Denkens, das heute „an der Zeit“ ... Es ist wohl das Los eines so mutigen Unternehmens, dass es ohne ein Mischpult auskommen muss, dass es auch noch die divergierendsten Glocken zu einem Gesamtklang bindet. Eines aber dürfe der wache Leser immer noch verspüren, nämlich was die Stunde geschlagen hat.“

WDR 3

: 23. Mai 2007, 23:05 Uhr: Die Moderne als Zukunftsvision. Der Komponist Johannes Wallmann, ein Komponistenporträt. "Die vielschichtigen Probleme unserer Welt können "zwar separiert betrachtet, aber nicht mehr separiert gelöst werden ", so der Befund des in Berlin lebenden Komponisten Johannes Wallmann. Seine 2006 veröffentlichte Ästhetik einer integralen Moderne ist der Ausgangspunkt für eine neue Betrachtung seines bisherigen Schaffens. Politisch stets unbequem und querständig verließ er noch kurz vor der Wende die ehemalige DDR und erweckte Aufsehen mit großdimensionierten Klanginstallationen in Gebäuden, Parks, ganzen Landschaften und Städten.“

Radio Suisse Romande Espace 2

, 15.4. 2007: Ursendung von 5 Sätzen aus GLOCKEN REQUIEM XXI von H. Johannes Wallmann. Eine Sendung von Jean-Pierre Amann.

positionen, René Thun in der Fachzeitschrift  Mai/2007: „.Wie läßt sich »das Ganze« reflektieren, ohne in totalitäres Denken zu geraten? Der in Berlin lebende Komponist H. Johannes Wallmann nimmt sich dieser Frage an und gibt in seiner Schrift „Integrale Moderne - Vision und Philosophie der Zukunft darauf eine Antwort“. ... Sein Impuls zur Verschränkung unterschiedlicher Diskurse in transdisziplinärer Hinsicht sollte unbedingt aufgenommen werden, denn das Misstrauen gegenüber den Technokraten und Naturwissenschaften als alleinige Sinnstiftungsinstanzen ist allein schon methodisch begründbar.“

Dresdner Neueste Nachrichten

, 23.10.2006, zu IM FUNKELN DER STERNE – Raumklang-Konzert im Kulturpalast Dresden von H. Johannes Wallmann. UA durch „Die 12 Berliner Saxophonisten“: „Dass mehr Besucher als bei vergleichbaren Veranstaltungen gekommen waren, ist ein ebenso gutes Zeichen wie der herzliche Schlussbeifall. ... Die Musik mit Einklängen, Reibungen, Clustergebilden und Elementen, die als Frage-und-Antwort-Spiel gedeutet werden können, enthält erstaunlich viele sinnliche Passagen.“

Darmstädter Echo, 13.09.2006, zur Uraufführung von Wallmanns GLOCKEN REQUIEM XXI – Raumklang-Komposition für  3 Chorgruppen, elektronische Klänge und 129 Dresdner Kirchenglocken, drei Schreier und einen Koranrezitator: „Geläut wird zu Gesang. „Solange die ganze Menschheit keine Metamorphose durchläuft, wird Krieg wüten“, schreibt Anne Frank in ihrem Tagebuch. Mit diesen Worten – sie werden in deutsch , hebräisch und hocharabisch gesungen – beginnt das „Glocken-Requiem XXI“ des in Berlin lebenden Komponisten H. Johannes Wallmann. ... Das 80 Minuten dauernde Requiem ist ein tief beeindruckendes und die Zuhörer bewegendes Werk, denn die Zeit des Zweiten Weltkriegs mitsamt Auschwitz bis hin zu den Terroranschlägen und den Konflikten unserer Tage wird hier zum Raum, zum Klangraum  ... Faszinierend in diesem Werk ist vor allem die Einarbeitung der Glockenklänge, die in Elektronik (basierend auf Glocken- und Stimmgabel-Tönen) übergehen und sich in Gesang verwandeln, sich diesem angleichen, so dass die Klänge im Raum rotieren“

Hessischer Rundfunk

, 28.03.2006, Porträt-Sendung über H. Johannes Wallmann (eine Sendung von Stefan Fricke): „...kann sich die Stadt Wuppertal – dank Johannes Wallmann – nun in ihrer Geschichte rühmen, wenige Monate lang eines der Zentren der neuen Musikgeschichte gewesen zu sein.“

Deutschlandfunk, 13.3. 2004, Porträt-Sendung über H. Johannes Wallmann (eine Sendung von Dr. Gisela Nauck)

Mitteldeutsche Zeitung

, 09.07.2004 zu Wallmanns DER BLAUE KLANG – Landschaftsklang-Komposition für voneinander weitentfernte Vokal- und Orchestergruppen; Uraufführung am 7.6. 2004 in den Wörlitzer Anlagen („Garten der Aufklärung“): Blauer Klang begeisterte das Publikum in Wörlitz „...1000 Besucher und noch einmal 300 Zuhörer ohne Karte verließen nach drei Stunden glücklich und nahezu beseelt von den Klängen den Park. ... Wallmann pflanzt seine Musik mit derselben perspektivischen Sorgfalt, die ein guter Gärtner bei der Gestaltung seiner Anlagen aufwendet.“

Berliner Zeitung

, 03./04.07.2004 zu Wallmanns DER BLAUE KLANG– Landschaftsklang-Komposition für voneinander weitentfernte Vokal- und Orchestergruppen; Uraufführung am 7.6. 2004 in den Wörlitzer Anlagen („Garten der Aufklärung“): „`Der Blaue Klang` verlässt ganz entschieden das Modell einer neuen Musik, die in geschlossenen Räumen mit dem Material verbundene Fragen verhandelt. Wallmann sucht ein reines Klingen.“

Zerbster Volksstimme, 06.07.2004 zu Wallmanns DER BLAUE KLANG– Landschaftsklang-Komposition für voneinander weitentfernte Vokal- und Orchestergruppen; Uraufführung am 7.6. 2004 in den Wörlitzer Anlagen („Garten der Aufklärung“): "So bewusst habe ich den Park, obwohl ich ihn schon oft besucht habe, noch nie gesehen" sagte sichtlich bewegt ein älterer Oranienbaumer Gast. ... Große Anerkennung all denen, die dieses unzweifelhaft monumentale Kunstwerk geschaffen und umgesetzt haben."


Dresdner Neueste Nachrichten,

19.05.2003, zur Uraufführung von „intars 2138“ für Violoncello und Orchester von H. Johannes Wallmann durch die Dresdner Philharmonie: „ ... wie intellektuell diszipliniert Wallmann an die kryptisch hinter „2138“ verborgene Vorlage des Namens BACH heranging. Er entwickelt die Vorlage als makrokontrapunktische Klammer über drei klar definierte Sätze hinweg, faltet einen Ton über das ganze Spektrum des Orchesters aus, baut höchst reizvolle Klangflächen, belebt sie mit kantablen Linien des Solocellos, verdichtet sie allmählich, lockert sie mit perkussiven Blöcken auf, setzt dazwischen immer wieder den als Zitat gekennzeichneten Bachschen Choral als historische Dimension, den der sensibel agierende Solist (ausgezeichnet: Matthias Bräutigam) quasi kommentierend umspielt. Man kann dem Werk kein schöneres Kompliment machen als zu konstatieren: Die musikalische Qualität hat seine Geburt sicherlich nicht verzögert“

Konzertvorschau Dresdner Philharmonie, Saison 2002/2003: „ ... Der Komponist, einst Gründer und Leiter der „gruppe neue musik weimar verließ 1988 die DDR. Seine Werke aus dieser Zeit – dazu zählte auch „intars 2138“, ein Auftragswerk der Dresdner Philharmonie aus dem Jahr 1986, - wurden auf höchsten Befehl totgeschwiegen. ... Obwohl es keine ideologischen Barrieren mehr zu überwinden galt, brauchte sein Cellokonzert dennoch weitere Jahre, um im Programm der Dresdner Philharmonie platziert zu werden. ...“

DeutschlandRadio

, 23. und 30.7.2002: Ursendungen beider Teile von H. Johannes Wallmanns „INNENKLANG-AUSSENKLANG“ (zwei Gesprächssendungen von und mit Stefan Lang)

Berliner Morgenpost,

13.9.2000 zu Entrée AUSSENKLANG-INNENKLANG von H. Johannes Wallmann: Experimentierfreudige Expedition in die Gefilde des Hörens „Im Berliner Dom kam mit Johannes Wallmann jener Komponist zu Wort, der vermutlich am weitesten über den reinen Effekt hinaus den Raum kompositorisch emanzipiert hat. Das erste der zwei neuen »Entrées zum weltumspannenden Projekt »Außenklang-Innenklang« machte mit vier Fagotten des IO-Ensembles und zwei Sopranistinnen unsichtbare Raumstrukturen der riesigen Halle erlebbar. Die goldenen Klänge der Fagotte von den Emporen verwandelten sich im warmem Nachhall zu Glockentönen. Wallmann macht Musik zum Naturerlebnis.“

DER TAGESSPIEGEL, Berlin

, 29.10.99 zu AUSSENKLANG-INNENKLANG: Johannes Wallmann plant 2000 eine klingende Weltausstellung in Berlin „Der Mann ist nicht zu bremsen. Zu DDR-Zeiten unbequemer Mitbegründer der „Gruppe Neue Musik Weimar“ und, laut Stasi-Akte, Komponist von Werken, deren „Inhalt und Ausdruck negative und staatsfeindliche Thematik vermuten lassen.“, ist Johannes Wallmann seit seiner Übersiedlung in den Westen 1988 mit Großprojekten zwischen Musik und Klangkunst hervorgetreten. Ausgehend von seinem philosophischen Konzept der „Integral Art“, das verschiedene Kunstformen, aber auch Kunst und Alltag überhaupt, Musik, Geschichte und Umwelt zu verbinden sucht, entwarf er 1991 ein live-elektronisches Sound-Design für die Wuppertaler Schwebebahn. 1995 folgte das Dresdener „Glockenrequiem“ für 129 im Stadtraum vernetzte Kirchenglocken und 1996 die Beschallung eines 850 Meter langen Küstenstreifens auf Helgoland. Nachdem die Uraufführung seins Orchesterwerkes „Innenklang“ 1997 im Berliner Dom ein Rumpf blieb, dem die aus Kostengründen gestrichene Live-Übertragung Berliner Stadtgeräusche dringend fehlte, greift Wallmann jetzt nach der ganzen Welt. Für 15 Tage sollen im September 2000 Soundscapes von sieben Kontinenten, aus dem Brasilianischen Regenwald und vom Hafen von Kapstadt, von den Niagarafällen und den heißen Quellen in Island, aus Sydney, dem Ural und Tokio in das Berliner „Haus der Kulturen der Welt“ übertragen werden und in einer Art akustischen Weltausstellung zugänglich sein. Dazu kommt ein Klang-Environment am Brandenburger Tor aus 29 Berliner Klängen und die Wiederaufführung des „Innenklang“ im Berliner Dom. Per Satellitenleitung werden die Stimmen von sieben in den weltweiten Soundscapes platzierten Sopranen übertragen, die in einer wahrhaft globalen Partitur mit Umweltgeräuschen und Orchesterklängen verschmelzen, was in Tokio wie in Kapstadt zu hören sein wird. Damit reagiert Wallmann künstlerisch auf die mediale Vernetzung der Welt und setzt genau jenes musikalische Signal, das die EXPO 2000 so schmerzlich vermissen läßt....“

Sächsische Zeitung Dresden, 29.10.99 zu AUSSENKLANG-INNENKLANG: „Christo der Musik“ Johannes Wallmann plant globale Klanginstallation: „Für das Jahr 2000 plant der Komponist Johannes Wallmann seine erste weltumspannende Klanginstallation. Der „Christo der Musik“, wie Kritiker den in Berlin lebenden Künstler nennen, realisiert unter dem Namen „Aria“ damit sein bisher größtes Projekt.... Mittels modernster Technik sollen live übertragene Klänge und Geräusche aus allen Kontinenten nach Berlin geliefert werden, um sie hier zu einer Stereo-Fassung zu mischen. Wenn das Experiment gelingt, gebe es die Möglichkeit, mit den Ohren zugleich an unterschiedlichen Orten der Welt zu sein, sagte der 47-Jährige. Sein Ziel: „Den globalen Zusammenhang der Erde einmal sinnlich erfahrbar machen.“... In Berlin sollen das Haus der Kulturen der Welt, der Berliner Dom und der Platz vor dem Brandenburger Tor zu Aufführungsorten für das Konzert werden. Gedacht ist an weltweite Live-Übertragungen von Rundfunk- und Fernsehstationen. Der in Dresden aufgewachsene Wallmann war 1988 in den Westen ausgereist. Seine erste große Klanginstallation verwirklichte er in Wuppertal. Auf Helgoland legte er ein Klang-Teppich über die Felsenkulisse, und in Dresden brachte er 1995 sein „Glocken Requiem“ zur Uraufführung.“

Berliner Abendblatt,

03.11.99 zu AUSSENKLANG-INNENKLANG von Johannes Wallmann: Die Wiege für Klänge, die die Welt umarmen: „ ... Für das Projekt vereint Wallmann diese Innen- mit den Außenklängen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen (CDU), haben die Schirmherrschaft übernommen. In Berlin kooperieren DeutschlandRadio, der Berliner Dom, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und das Haus der Kulturen der Welt mit Wallmann und seinem Veranstalter, dem Verein Klang & Zeit. Das Haus der Kulturen der Welt steuert dann auch zu den Außenklängen die tiefen Glocken des Carillons bei. Während des gesamten Zeitraums werden dort auch die live übertragenen Klänge aus den anderen Ländern zu hören sein. Wallmann hat schon seit langem ein Faible für derart ungewöhnliche Klangprojekte. „Was in die Ohren kommt, macht auch etwas mit uns. ...“

Berliner Morgenpost

, 21.10.99: Die sieben Soprane - Der Berliner Komponist Johannes Wallmann plant für Herbst 2000 ein internationales Klangprojekt:.„Was sich bisher lediglich auf nationaler Ebene abspielte, soll im Herbst 2000 zu einem globalen Event ausgeweitet werden: „Aussenklang-Innenklang“ wird es heißen. Das Konzept klingt simpel. Sieben Soprane singen simultan an sieben Orten der Erde, sei es zu den Geräuschen der Niagarafälle oder zu denen, die Sydneys Straßenlärm verursacht. Die Fäden laufen in Berlin zusammen. Hier werden nicht nur die mittels modernster Technologien übertragenen Klänge zu einer Stereo-Fassung gemischt und weltweit ausgestrahlt. Auch Live-Veranstaltungen und Aussenklänge der Stadt sollen in das Projekt einfließen. ....“

DIE WELT

, 21.9.1999: Fünfte Kryptonale: Zehntausend Möwenschreie von H. Johannes Wallmann: “... Eine Tonkonserve stach heraus: „10.000 Mövenschreie“, aufgenommen vor der Küste Helgolands. Die Komponisten Johannes Wallmann und Dirk Homann haben daraus eine sogenannte Soundscape gemacht. Die meisten Zuhörer schlossen die Augen und fühlten sich vom Meer umtost. Das Geschrei entwickelte symphonische Dimensionen...“

Berliner Zeitung,

19.09.97: zur Uraufführung „TRANSFORMA – Musik im Raum für 5 Soprane“ von H. Johannes Wallmann nach UN COUP DE DES von Stephane Mallarme´: »...Danach tauchen wir doch noch ganz in den Raum ein, verschwinden in ihm mit Wallmanns TRANSFORMA. Stimmen, hoch in der Frequenz, schweben durch den alten Wasserspeicher, füllen den Raum ganz aus, und mehr als einmal prallen sie aufeinander wie glitzernde Stahlkugeln. Hier wird wahr, was die Idee der Kryptonale III ist: der Raum, wie er da ist, bleibt sich selbst erhalten, der innere Raum weitet sich.

Berliner Zeitung

9.06.1997: Uraufführung im Berliner Dom „INNENKLANG – Musik im Raum für vier Orchestergruppen und Soprane“ von Johannes Wallmann (Rundfunk-Liveübertragung DeutschlandRadio): »...Wallmann hat sein groß angelegtes Stück für diesen Dom komponiert, er hat es richtiggehend in das Bauwerk hineingeschrieben, so klar wie mit »Innenklang« hat man den Dom wohl überhaupt noch nie gehört... Die halbkugelförmige Gestalt des Klangapparats nutzte der Komponist, um Klänge auf die Reise zu schicken. Lange Pedaltöne der tiefen Orchesterinstrumente legten eine Klang-Schiene um die Zuhörer, kurze Trommelsignale sausten darauf im Kreis herum. Wer in der Mitte saß, konnte das Fluktuieren der statischen Klänge (das Rundfunk-Sinfonieorchester spielte unter der Leitung von Karl Anton Rickenbacher) auf der Umlaufbahn hören. Wallmanns Musik bildet tatsächlich einen Raum, sie übersetzt den Raum des Doms in Klang, und der Zuhörer sucht sich seinen Platz im Inneren des Klangraumes. So erklärt sich auch der Name des Stückes zum Teil: Wallmann möchte seinem »Innenklang« eines Tages auch den Außenklang zugesellen, gewissermaßen die Alltagsmusik, die die Stadt Berlin Tag für Tag von selbst produziert....«

Der Tagesspiegel

9.06.1997: Uraufführung im Berliner Dom „INNENKLANG – Musik im Raum für vier Orchestergruppen und Soprane“ von Johannes Wallmann (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Liveübertragung DeutschlandRadio): ».... standing ovations des von den Aufführenden zu Recht begeisterten Publikums.«

FAZ 24.06.1997: Uraufführung im Berliner Dom „INNENKLANG – Musik im Raum für vier Orchestergruppen und Soprane“ von Johannes Wallmann (Rundfunk-Liveübertragung DeutschlandRadio): »Das schnappt nach Happ-ning, zielt immer zugleich auch auf die letzten Dinge und zieht so Publikum. Anders als sonst in der Branche üblich finden Wallmanns Uraufführungen nicht in kleinen, kundigen Zirkeln statt, sondern vor einer großen diffusen Hörerschaft..«

Der Helgoländer

10/96: zu KLANG FELSEN HELGOLAND – Landschaftsklang-Komposition von Johannes Wallmann an 850 m Steilküste (Rundfunk-Liveübertragung NDR): »... Nach anfänglichem typischen Trubel der Schaulustigen kehrte angesichts der majestätischen im wahrsten Sinne des Wortes versteinerten, unwirklichen und in dieser Art noch nie beleuchteten Felsenkulisse auf dem Klippenrandweg Stille ein. Die Musik, mal ergreifend-tragend, dann wieder drohend-grollend die Sopranstimme unterstützend, glich einer Referenz an das Millionen Jahre alte Felsmassiv, welches aus seiner Vergangenheit zu erzählen schien. Der 44jährige Klangkünstler Johannes Wallmann hatte es geschafft: das Einbinden des Zuhörers in das Wechselspiel von Musik und Natur....«

taz, Berlin

2.8.1996: zu KLANG FELSEN HELGOLAND – Landschaftsklang-Komposition von Johannes Wallmann an 850 m Steilküste (Rundfunk-Liveübertragung NDR): „Und hier die hotteste Musik-News des Klassiksommers...: Der Berliner Komponist Johannes Wallmann verbindet Orgelmusik, Möwengeschrei und Wellenrauschen in seiner Komposition „Klang Felsen Helgoland“.

ARD tagesthemen

12.2.1995: zur Uraufführung „GLOCKEN REQUIEM DRESDEN – Stadtklang-Komposition für 129 vernetzte Dresdner Kirchenglocken“ von Johannes Wallmann (Rundfunk-Liveübertragung DeutschlandRadio, MDR, BBC, Radio Washington): »Heute abend konnte kein Dresdner weghören , überhören, als das Glocken Requiem ertönte. .... Nachdenklich stimmend war das, was die Dresdner heute zu hören bekamen. Ganz Dresden ein Klangkörper ... 47 Kirchen mit 129 Glocken machen dieses experimentelle Musikerlebnis möglich. Der in Dresden aufgewachsene Komponist Johannes Wallmann komponierte das Glocken Requiem im Bewusstsein, dass heue noch immer Menschen durch Bomben und Kanonen getötet werden. Glocken haben für den Komponisten eine ganz eigene Symbolkraft: „Glocken sind eine Materialreserve gewesen und wurden in den Kriegen immer wieder umgegossen zu Kanonen und Bomben. Und wenn wir sie jetzt hier läuten, dann sind sie gerade nicht umgegossen und ich denke dass das eine ganz wichtige Metapher  dafür und soll uns auch daran erinnern, dass das auch nicht wieder geschieht “ ... Mit Hilfe aufwendiger Technik werden alle Klänge zu einem zentralen Mischpult geführt  und abgemischt ... Auf dem Platz an der Frauenkirche versammelten sich Tausende Dresdner ... Musik verlässt den geschlossenen Raum, in Dresden ein Erlebnis von großer Kraft.“

 Sächsische Zeitung 14.02.1995: zu „GLOCKEN REQUIEM DRESDEN – Stadtklang-Komposition für 129 vernetzte Dresdner Kirchenglocken“ von Johannes Wallmann (Rundfunk-Liveübertragung DeutschlandRadio, MDR, BBC, Radio Washington): »... Musikalisch klar gegliedert in verschiedene Verarbeitungen sowohl räumlich verteilter als auch klangintensivierter und klangkontrastierender Töne von 129 Glocken der 47 über die Stadt verteilten Kirchengeläute wurde dies komplizierte Unterfangen realisiert. Vom „Introitus” allmählichen Beginnens, über ein „Kyrie” aus Einzelschlägen, ein „Graduale”,„Tractus” ein Wechselspiel hoher und tiefer Geläute in einer „Sequenz”, dem Aufbau von den tiefen zu den höheren Tönen im „Offertorium” bis zum Vollgeläute eines „Sanctus” steigerte sich dies einzigartige Werk. ...Es war kein Experiment, sondern ein zur Besinnung mahnendes Werk, das Tausende erreichte, ja per Rundfunk Millionen...«

Sächsische Zeitung

13.02.1995: zu „GLOCKEN REQUIEM DRESDEN – Stadtklang-Komposition für 129 vernetzte Dresdner Kirchenglocken“ von Johannes Wallmann (Rundfunk-Liveübertragung DeutschlandRadio, MDR, BBC, Radio Washington): »Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ist am späten Abend das „Glocken Requiem Dresden” als Performance von Johannes Wallmann uraufgeführt worden. Das Werk für 129 Kirchenglocken Dresdens gelangte zwischen 21.30 und 22.12 Uhr im gesamten Stadtgebiet zur Aufführung und wurde von Hörfunkstationen und über Lautsprecher live übertragen. Rund 30.000 Dresdner und Gäste der Stadt verfolgten dieses Kunstereignis an der Ruine der Frauenkirche und auf der Brühlschen Terrasse. Viele standen dicht gedrängt und hörten andächtig und teilweise mit geschlossenen Augen auf die ständig wechselnden Glockentöne. ...«

F.A.Z.

11.2.95 zur Uraufführung GLOCKEN REQUIEM DRESDEN von Johannes Wallmann »... Etwa zehn Jahre war er alt, als er vom `Wilden Mann´ oberhalb der Stadt aus am frühen Ostermorgen Dresdner Glocken läuten hörte. Die Empfindung von Weite, Klang und Landschaft, die ihn in diesem Moment erfüllte, wurde nach seinen Worten prägend für viele seiner späteren Projekte. ... Mit dem `Glocken Requiem Dresden´ kehrt Wallmann, der sich zur Moderne und zugleich zu ihren kulturellen Wurzeln bekennt, nun in die Stadt seiner Kindheit zurück. ...«

Thüringer Allgemeine

29.09.94 zur Uraufführung „AURI – Musik im Raum für Kammerensemble“ von Johannes Wallmann / Wartburg-Konzert (Rundfunk-Liveübertragung DeutschlandRadio): »...Dann eine Uraufführung als besonderer Höhepunkt des Abends: «Musik im Raum - Auri« des 1952 in Leipzig geborenen Komponisten Johannes Wallmann. Die Relationen und Bewegungen zwischen Nähe und Ferne, die durch die räumlichen Bewegungen der Töne entstanden, bewegten die Zuhörer außerordentlich. Im Verlaufe von Auri wurden Standorte im Konzertraum verteilt eingenommen. So kreisten die Töne im Auditorium, entwickelten sich Klangmelodien. Die Zuhörer waren begeistert.«

Neue Ruhr Zeitung

, Essen 18.4.1994 zu „gleich den Vögeln“ für 4 voneinander weitentfernte Klarinetten  von Johannes Wallmann:„Daß sich Neue Musik auch kurzweilig und amüsant anhören kann, hat das Ensemble Aureus Modern bewiesen: ... Ein klangfarbenreiches schalkhaftes Kombinationsspiel „Gleich den Vögeln“ von Johannes Wallmann (geb. 1952 in Leipzig) für 4 Klarinetten, die sich von den Ecken des Raumes aus gegenseitig zuspielten, zeigte mit welchem Improvisationsgeschick und welchem Ensemblegeist die Musiker aufeinander zuzugehen in der Lage sind. Das war ein Tirilieren und Zwitschern, Singen und Jubilieren.“

Südwestpresse Ulm/Tübingen

21.3.94 zu »suite moderabel« Musik im Raum für Kammerensemble von Johannes Wallmann: »Am Beginn des Abends die viersätzige »Suite moderabel« von Johannes Wallmann ... Als nähme das kompositorische Subjekt sich lauschend zurück, gebiert dieser Ton seine Oktave scheinbar aus sich selbst, kehrt zu sich zurück, und der folgende Sekundschritt wirkt in dieser Umgebung als großes, nie gehörtes Intervall. Aus ihm entsteht die Terz als flirrender, in sich bewegter Klang, und fast die einzige (halbtaktige?) schnellere Folge von drei Tönen leuchtet als Arioso hervor; als sei ein Wunschbild erfüllt, daß die Klänge von selbst sich erzeugen, von selbst sprechen, traumwandlerisch das Richtige geschähe.«

Westdeutsche Zeitung

, Wuppertal, 23.9.1993 zu ZEITSCHWINGUNG - Komposition für live-elektronische Klangrealisation von Johannes Wallmann: „Kunst-Leben in der Hofaue, Designer, Architekten, Musiker und Erfinder öffneten ihre Ateliers... Dazu verhallt eine Klanginstallation von Johannes Wallmann, niemals endend und nicht störend; mit der Zeit nahm man den Klang wahr, als wäre er immer dagewesen.

Thüringer Allgemeine

21.6.1993 zu ZEIT-KLANG-LANDSCHAFT für 8 voneinaner weitentfernte Musiker von Johannes Wallmann: »`Den Vögeln gleich´, so Wallmann, entfalteten die verstreuten Musiker eine fesselnde Welt der Klänge, die sich mit den Stimmen der jubilierenden Vögel mischte und den auf dem Skulpturenweg wandelnden Besuchern eine eigene Interpretation des Raumes und der Landschaft vermittelte.«

MusikTexte 12/92 über KLANGSEGEL – Klang- und Lichtinstallation über der Wupper von Johannes Wallmann: »Die Klangsegel wurden zu einer kleinen Wallfahrtsstätte für die Wuppertaler, die sich Abend für Abend mit großem Interesse am Ufer der Wupper einfanden.«

WDR-Fernsehen

1.10.1992 zu KLANGSEGEL – Klang- und Lichtinstallation über der Wupper von Johannes Wallmann: »... eine ganz zauberhafte Klanginstallation«

EXTRA Il MATINO Florenz 18.10.1992 zu KLANGZEIT WUPPERTAL – Klangkunst-Festival im öffentlichen Stadt- und Landschaftsraum (Leitung Johannes Wallmann) »KLANGZEIT WUPPERTAL ... Eine der europaweit (und unter vielen Gesichtspunkten weltweit) hervorragendsten Initiativen ...«

Deutsche Welle

8.10.1992 zu KLANGZEIT WUPPERTAL – Klangkunst-Festival im öffentlichen Stadt- und Landschaftsraum (Leitung Johannes Wallmann) »... Ein Festival also, daß man in dieser Größe und Qualität in einer europäischen Kulturmetropole erwarten würde.

MusikTexte

12/92 zu KLANGZEIT WUPPERTAL – Klangkunst-Festival im öffentlichen Stadt- und Landschaftsraum (Leitung Johannes Wallmann) »Ein Komponist hatte in der ehemaligen DDR eine Vision und einen Traum: die Musik aus ihrem akustischen Käfig, in dem sie in den traditionellen Konzertsälen - und wohl auch in den Köpfen - gefangen war, herauszuholen und sie in ein Gesamtkonzept von Raum, Klang, Architektur und Landschaft einzubringen: eine Einheit zu schaffen von Zeit- und Raumkunst, kurz: Grenzen niederzureißen. Sein Name: Johannes Wallmann.«

Frankfurter Rundschau
12.06.1992 zu KONZERT IN SPIEGELFORM – Musik im Raum für Kammerensemble von Johannes Wallmann (Musik des 20.Jahrhunderts - Saarländischer Rundfunk): »... Dem Höhepunkt in Saarbrücken lagen dann wieder leise Klänge zugrunde: Das „Konzert in Spiegelform” von Johannes Wallmann. Wallmann kombiniert hier eigene Stücke zu einer Suite, die in zwei verschiedenen Besetzungen spiegelverkehrt wiederholt wird, fügt den einzelnen Sätzen Soli hinzu, und erzeugt so einen Mikrokosmos von Vexierbildern, die sich auch in ihrer Binnenstruktur scheinbar endlos spiegeln, ausgehend von der Achse eines einzelnen Tones. ...«

Sonntagsblatt,

15.12.1991 zu »schweben und hören« Klanginstallation in einer Wuppertal Schwebebahn von Johannes Wallmann: „Neun Tage lang hatte Musikhören in Wuppertal zwei besondere Voraussetzungen: zum einen, daß man gerade den Zug Nummer 23 dieser traditionsreichen Bahn erwischte, und zum anderen, daß man sich durch die dort bis zum 8.Dezember zu hörenden Klänge aufstören und sie wirken ließ. ... nicht zuletzt zog der zum Klingen gebrachte konkrete Zeuge technologischer Entwicklung, die Schwebebahn, den Hörer in Klangwelten mit, die fast kosmische Erlebnisse suggerierten.“

Westdeutsche Zeitung

2.12.1991 zu »schweben und hören« Klanginstallation in einer Wuppertal Schwebebahn von Johannes Wallmann: Der Schwebebahnfahrer wird zum Dirigenten: „Kaum haben sich die Türen der Schwebebahn geschlossen, dringen ungewohnte Töne durch die Bahn: Sphärisch und kaum zu definieren schwillt ein Ton an, nimmt langsam ab und mündet in melodische Klangfolgen. Unterschwellig und doch präsent sind die Klänge, die Schwebebahnfahrer in dieser Woche im Wagen Nummer 23 während der Fahrt hören können. ... „Eine Verbindung von Kunst, Technik und Lebensalltag”, verrät Johannes Wallmann, Ideengeber und Komponist, das Anliegen des Projekts.“

positionen

8/91 zu BAUHÜTTE KLANGZEIT WUPPERTAL – Klangkunst-Festival im öffentlichen Stadt- und Landschaftsraum (Leitung Johannes Wallmann): »... Über Utopien wird heute nicht mehr nur nicht geredet, sondern sie werden belächelt. ... Um so erstaunlicher ist es deshalb, daß in Wuppertal ein für diese postmoderne Zeit mutiges Projekt realisiert werden kann, das erneut Utopien zu setzen und einzulösen sucht. Die Rede ist von der ``Bauhütte Klangzeit Wuppertal´´. ... Spiritus Rector und zugleich Organisator dieses anspruchsvollen modellhaften Projektes ist der 39jährige Komponist Johannes Wallmann, der 1988 von Ostberlin nach Wuppertal übergesiedelt ist. Beim Kulturamt Wuppertal hat er nun tatkräftige Unterstützung gefunden, um einen Teil seiner über viele Jahre entwickelten ästhetischen Theorien und Utopien realisieren zu können. ...«

Neue Zeitschrift für Musik

11/88: „axial” für Orchester von Johannes Wallmann in Wuppertal uraufgeführt: »...ein groß besetztes, streng organisiertes Orchesterwerk mit dezent formulierten Huldigungen an Edgar Varèse und Anton Webern... ein Leichtes, nach dieser eindrucksvollen Premiere die Prognose zu stellen, daß man von diesem engagierten und aufrichtigen Komponisten in der aktuellen Auseinandersetzung im Bereich der Neuen Musik noch so manches gewichtige Wort hören wird.«

Rheinische Post 25.8.1988 zur DDR-Ausreise von Johannes Wallmann: »... hat Johannes Wallmann die DDR in Richtung Bundesrepublik Deutschland verlassen. Wallmann galt als eine der großen Hoffnungen unter den jungen Komponisten der DDR. Es wird nicht gezögert, ihm die Beurteilung »genialisch« zu geben. Wallmann hatte bereits 1986 einen Ausreiseantrag gestellt...«

F.A.Z.

24.08.1988 zur DDR-Ausreise von Johannes Wallmann: »Der 1952 in Leipzig geborene Komponist Johannes Wallmann ist am Wochenende aus der DDR in die Bundesrepublik übergesiedelt. Der Gründer der „gruppe neue musik weimar” (1977) war bis 1982 Meisterschüler von Friedrich Goldmann an der Akademie der Künste der DDR und erhielt 1980 den Hanns-Eisler-Preis. Noch 1984 war Wallmann in der DDR-Zeitschrift „Musik und Gesellschaft” als einer der vielversprechenden Komponisten vorgestellt worden. Zu dieser Zeit hatte er jedoch schon erhebliche Probleme, seine genau gearbeiteten und an philosophischen Modellen geschulten musikalischen Konzeptionen durchzusetzen. ...«

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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