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PRESSE - Artikel und Ausschnitte

Rundfunk- und Pressestimmen (Auswahl) zu Werken von H. Johannes Wallmann


Video auf youtube: Zuhörer über den Jürgen-Fuchs-Zyklus

"Das macht ein Meisterwerk aus"

Rezension zu Wallmanns Jürgen-Fuchs-Zyklus ICH SCHWEIGE NICHT in neue musikzeitung 11/2014

"Die Mittel waren äußerst ökonomisch und effektiv ... Durch immer neue Umsetzung des begrenzten Materials erlahmte das Interesse an Wallmanns rätselhaft anziehender Harmoniemusik nie. ... Obwohl etwas abgedroschen und mit den megalomanischen Großwerken Richard Wagners und Karlheinz Stockhausens besetzt, trifft auch auf Wallmanns demgegengüber bescheidenen Stück der Begriff "Gesamtkunstwerk" zu, es aktualisiert diesen sogar. Denn nicht nur weist "Ich schweige nicht" eine "integrale" Vereinigung mehrerer Medien - Musik, Text, Raum, Bild - auf, es fügt die Sphäre des Politischen oder Gegenwartshistorischen hinzu, welche das Publikum ebenso unmittelbar berührt. ... Wallmann lässt sein Werk nicht abseits vom Strom der Zeit liegen. Auch verliert er sich nicht in Utopismus, sondern öffnet den Vorhang auf die unausgestandenen Übel der Vergangenheit und Bedrohungen der Gegenwart. Er predigt nicht, sondern lässt beobachten. Deswegen kann seine Musik so sanft sein und muss nicht schreien. Er überlasst das Betroffensein seinem Publikum. Das macht ein Meisterwerk aus." (Matthais R. Entreß)

"eine immanent musikalische Logik"

Rezension zu Wallmanns Jürgen-Fuchs-Zyklus ICH SCHWEIGE NICHT in "positionen 101"

"Auch in Ich schweige nicht schafft die klangräumliche Inszenierung mit Bariton vorn, Sopran hinten und vier räumlich verteilten Saxofonen einen eigenen Klangkörper, der nicht von vertrauten Besetzungen ableitbar und auch der in solchen Fällen gern herbeizitierten venezianischen Mehrchörigkeit nicht verpflichtet ist. Solch postmodernem Anverwandlungswesen misstraut Wallmann zutiefst, sein Musik versteht sich nicht als Reflex auf vorhandene Kunst, sondern ist prinzipiell in "positiver" Weise konstruktiv gestaltet ... Der Anfang von Ich schweige nicht führt das geradezu didaktisch vor: Die beiden Singstimmen wie die vier Saxofone beginnen auf verschiedenen Tonstufen mit einem scharf auftaktigen Terzruf auf das erste Gedichtwort "Papier". Unter Beibehaltung der rhythmischen Geste treten größere Intervalle hinzu. Die polyphone und räumliche Verdichtung des immer dichter gefüllten Tonraums wird gestisch zusammengefasst zu raschen Skalen in den Saxofonen, deren rauschende Geste von der Windmaschine aufgenommen und ins Geräuschhafte destruiert wird. Wallmann etabliert auf diese Weise eine immanent musikalische Logik, deren inventio vom Text angeregt ist, ihn aber inhaltlich nicht nachzeichnet oder rhetorisch verdoppelt." (Peter Uehling)

"RAUM-MUSIK MIT DISSIDENTEN"

Rezension zu Wallmanns Jürgen-Fuchs-Zyklus ICH SCHWEIGE NICHT in Neue Zeitschrift für Musik 6-2014

"Ist die Raum-Musik-Idee, z.B. in Werken von Karlheinz Stockhausen, oft mit einer reizüberflutenden Überwältigungsstrategie und extremer Komplexität verbunden, geht es Wallmann um die Eingliederung des Hörens in das System des Klingens. Das klangliche Konzept ist Metapher für ganzheitliche Wahrnehmung und Präsenz. ... Die Komposition hub an (und schloss nach 100 Minuten) mit der Aufforderung ans Publikum, leise für sich, wie nachsinnend, jeder auf seinem Ton zu summen, der sich mit allen anderen zu einem schönen Klang verband. Wallmann bekennt sich so zur Sehnsucht nach Einvernehmen und zu dem Grundgedanken seines Schaffens, dass Kunst, Zeit, Raum, Menschen und Geschichte umschließen solle. ... Die vier Saxofone bzw. Klarinetten verbanden sich in der für Kirchenräume ungewöhnlich sanften und die einzelnen Klänge sehr weit verteilenden Akustik der Gethsemane-Kirche zu einem Surround-Orchester, dem man die geringe Anzahl an Mitwirkenden nicht mal entfernt anhörte. Sie füllten den Ort mit Klang und zogen nicht mit solistischen Eskapaden die Aufmerksamkeit vom Zentrum ab, in dem neben dem umsichtig dirigierenden Lennart Dohms der Sänger Matthias Vieweg und das Orchesterschlagzeug (Adam Weisman) sowie, als Gegenpool der Mittelachse, die Sängerin Katharina Hohlfeld standen. Während der Klangraum vielfach belebt, offen, nicht bedrängend war, erschienen neben den Texten zum gelegentlichen Mitlesen Fotos von Harald Hauswald auf einer mit Trauerrand versehenen Projektionsleinwand. Äußerst subtil gewählt ... Wallmanns Dramaturgie überfordert nicht. Die Eingrenzung auf eng mensurierte Klangballungen, melodische Gesten und charakteristische Intervallsprünge musikalisiert, ja erhellt ... So werden in reicher Variation die menschlichen Gefühle der Beschwernis signalisiert und in eine Spähre der Freiheit, nämlich des musikalischen wie sprachlichen Ausdrucks, erhoben. ... mit seiner Musik vergegenwärtigt er das Bewusstsein von vergangenem Unrecht als gegenwärtige Bedrohung.: Keine Affirmation der Klage, sondern Zugang zum "Auschwitz der Seelen" aller Zeiten." (Matthais R. Entreß)

"SED-Diktatur in Musik unaufgearbeitet"

Thüringer Allgemeine vom 17./18. April 2014 "Wallmann attackiert Barenboim" (für mehr bitte hier klicken)

"Zartes Wort und zarter Klang..."

Thüringer Allgemeine, 1.10. 2013: "Am Tag der Einheit sendet MDR Figaro H. Johannes Wallmanns hochgelobte Komposition nach Texten von Reiner Kunze ... "Was Kunze damals las und wie er es las, das war tief beeindruckend. Ich begegnete in ihm erstmals persönlich einem Dichter, der sich ganz der der künstlerischen Freiheit und Wahrhaftigkeit verschrieben hatte. Das hat mich sehr geprägt." ... Kunzes Sprache und Wallmanns Musik mögen sich. Ihr Treffen dauert gut 80 Minuten. Die Kritik lobte das Spannungsverhältnis zwischen dem Dichterwort ... und der Musik ... "Ein Werk von umwerfender Schönheit und tiefem Ernst". Nach Ursendungen durch Derutschlandfunk und NDR konnte man das Werk im RBB sowie im Sommer im Bayrischen Rundfunk hören. Man kann es bald wieder erleben. Bei MDR-Figaro. Der Termin, der Tag der Einheit, ist gut gewählt - die Zeit nicht: 0:05 Uhr."Ein kleiner Wermutstropfen", sagt Wallmann und erzählt sogleich von seinem neuen großen Orchesterwerk, das "NEUE SINFONIE?" heißt. ... Im Untertitel heißt das Werk "Kurt-W.-Streubel-Zyklus" und ist dem 2002 verstorbenen Gothaer Künstler Kurt W. Streubel gewidmet, der in der DDR als Formalist verfemt war. Auch er ist ein Mann, von dem der Komponist sagt: "Er hat mein Leben beeinflusst."".

"Agent Wallmann und sein Sohn" 

Leipziger Volkszeitung / Dresdner Neueste Nachrichten, Seite 3 - 26.3. 2013. (Zu einem biografischen Hintergrund des Komponisten)

"Weil es um die Zukunft unserer Gesellschaft geht"

Thüringer Allgemeine, Seite 3 - 15.11. 2012, von Sigurd Schwager: "... Wallmann, gebürtiger Leipziger, hat in den Jahren 1968 bis 1973 an der Weimarer Musikhochschule Fagott und Komposition studiert. Nachdem sein Vater, Leipziger Jugendpfarrer, 1953 öffentlich diffamiert wurde, ein „amerikanischer Agent“ zu sein, starb nach den Aufregungen dieses Jahres Anfang 1954 seine Mutter. So ergibt sich bei ihm schon von frühester Kindheit an ein bewegtes Lebensbild in den Grenzen der DDR, auch ein durchaus mit Erfolgen bestücktes: Da geht ein hochbegabter, ob seiner fachlichen Leistungen geschätzter Student durch viele Widerstände seinen  Weg, findet nach vorzeitig beendetem Kompositionsstudium eine Orchestermusiker-Anstellung in Meiningen, ist von 1975 bis 1979 Mitglied der Staatskapelle Weimar, gründet und leitet die Gruppe Neue Musik Weimar, geht als Meisterschüler für Komposition an die Ostberliner Akademie der Künste, erhält den Hanns-Eisler-Preis und andere Auszeichnungen. H. Johannes Wallmann hat Erinnerungen an diese Zeit, die er nicht missen möchte. "Ich bin glücklich und dankbar", sagt er heute, "dass ich damals in Weimar an Günter Lampe geraten bin, der mich über Arnold Schönberg an die großen Fragen der Musik der Moderne heranführte.“ Aber Wallmanns DDR-Muster haben auch eine ganz andere Seite. Der junge Mann war nicht nur hochbegabt, sondern auch widerständig. Er trug nicht das blaue Hemd der FDJ, er war Vertrauensstudent der evangelischen Studentengemeinde, traf sich mit Wolf Biermann und mit Reiner Kunze, dessen Texte er vertont hat, stellte schließlich 1986 einen - kulturpolitisch begründeten - Ausreiseantrag. Da es ihm immer wieder gelang, negative Erfahrungen positiv umzuwandeln, hat er an all dem keinen elementaren Schaden an Leib und Leben genommen. Aber wie so oft sehen die Dinge mit dem heutigen Wissen, wie sie endeten weit harmloser aus als sie damals tatsächlich waren. Wer unangepasst war und mit Gleichgesinnten wie dem Gothaer Maler Kurt W. Streubel arbeitete, der von den Bauhaus-Ideen herkam und den Wallmann als einen „der großen Unbekannten der deutsch-deutschen Kulturgeschichte“ bezeichnet, wer mit Biermann, Kunze oder Jürgen Fuchs Umgang pflegte und schließlich einen Ausreiseantrag stellte, der wusste natürlich, was er tat und warum. Aber er konnte nicht wissen, ob die Folge ein zerstörtes Leben sein würde, in dem alle Träume an festgefügten grauen Mauern zerschellen. Wallmann schrieb darüber ein Buch: „Die Wende ging schief – oder warum Biografie mehr als nur eine rein persönliche Angelegenheit ist“ (Verlag Kadmos 2009).  In den Akten liest sich Wallmanns "normales" Leben von 1970 bis 1988 auch so: "operative Bearbeitung, staatliche Drangsalierung, Bespitzelung, Überwachung, Zersetzung/ Streuen von Gerüchten, Postkontrolle, heimliche Wohnungsdurchsuchung..." Und weiter: "Dir durchgeführten Maßnahmen der Staatssicherheit sowie der damaligen Behörden führten zu einer schweren Herabwürdigung des Antragstellers im persönlichen Lebensbereich (Kriminalisierung)“. "Ich habe keinen Lebensgroll", sagt Wallmann im Spätherbst 2012 über die Zeit vor 1989. "Aber ich möchte diesen Teil nicht einfach durchgestrichen sehen. Es geht ja nicht nur um mich, um meine  Befindlichkeiten. Ich hatte Glück. Viele andere sind im und am System kaputtgegangen. Wir, die wir leben und noch die Kraft haben, müssen den Finger in die Wunde legen. Weil es um die Zukunft unserer Gesellschaft geht."  ..." (s.a. Aufarbeitung der SED-Diktatur)

www.liquid-orchestra.net

DRadio: "Und auch wenn Wallmann dabei nicht immer ganz glücklich aussieht - das Wechselspiel zwischen Musikern und Publikum funktioniert. Die verschiedenen Klänge fließen ineinander und irgendwie entsteht tatsächlich etwas Neues. ... Alle sind spürbar begeistert von dem, was sie soeben zusammen auf die Beine gestellt haben ... sein Grundgedanke von einem gemeinsamen Erlebnis ist aufgegangen. ... "Das war ungewöhnlich" ..."
 
Berliner Zeitung, 5.10. 2012: "... Was zum Beispiel bedeutet eigentlich der reale Raum, um den hier in Vorbereitung so gekämpft wurde, wenn das Konzert auch im Internet miterlebt werden kann? Anders gefragt, entsteht im virtuellen Raum etwas Eigenes? In diesem Fall muss man sagen, dass es - trotz Livestream und Remix-Phasen - ein auf beinahe berührende Weise analoges Ereignis war, das Anwesenheit im realen Raum voraussetzte. Mit musikalischen Zeichen griffen die Musiker in den Ablauf ein, mit Handzeichen gab der Dirigent dazu sein Einverständnis."

"Das muss ein Anliegen der Hochschule sein"

Thüringer Landeszeitung, 28.6. 2012: "H. Johannes studierte bis 1973 an der Musikhochschule Franz Liszt Weimar. Seine Diplomarbeit reicht er 1974 ein. Nach langen Verzögerungen erhielt er im Frühjahr 1975 statt des Diploms ein Staatsexamen als Zeugnis ausgehändigt. ... Die Vorenthaltung des Diploms ist heute als betrügerische Rechtswidrigkeit zu betrachten. Die Hochschule für Musik Weimar trägt bis heute den Makel einer nicht aufgearbeiteten Vergangenheit. Das nicht ausgehändigte Diplom befindet sich also bis heute im Archiv der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Und die HfM ignoriert diesen Fakt bis heute.

"Ein tolles Stück"

In Rohrblatt - Falkensee . 27 (2012) . Heft 4 - über "Zeitgenössische Musik für Zwei Fagotte" Hofmeister Musikverlag: "Und am Schluss steht, besser gesagt: bewegt sich das umfangreichste Duo des anregenden Sammelbandes: statisch-bewegt. Musik im Raum für 2 Fagotte (positioniert z.B. vor und hinter dem Publikum) des wunderbaren H. Johannes Wallmann, der seine weiten Raum-Klang-Fantasien in eine venezianische Fagott-Chörigkeit zwischen Ein-Ton-Dialog und virtuosen Energico-Passagen gießt - ein tolles Stück, das auch in Profi-Programmen seinen Ort hat."

"Die Erde mit den Ohren zu umarmen"

neue musik zeitung, Februar 2012: "... Hand in Hand mit seinem Entwurf einer "INTEGRALEN MODERNE" geht sein seit Anfang der 1980iger Jahre verfolgtes Konzept einer "Integral-Art", mit der er auf eine enge Korrespondenz zwischen Kunst und Lebensalltag im öffentlichen Raum zielt. Sticht bereits in seinem traditionell besetzten Werken, vom Solo bis zum Orchesterstück, die besondere Berücksichtigung des Aufführungsraumes hervor, so kommt dieser Aspekt in seinen "Landschaftsklang-Kompositionen" noch stärker zum Tragen. Sein erstes Projekt dieser Art trug den Titel "Schweben und Hören - von Klang zu Klang" (1992) - realisiert im Rahmen des von ihm initiierten Klangkunst-Festivals "Bauhüte Klangzeit Wuppertal". Weitere "Landschaftsklang-Kompositionen" waren "Klangfelsen Helgoland" (1996), und "Der blaue Klang" (2004). Sehr bekannt geworden ist sein 1995 entstandenes "Glocken Requiem Dresden", eine "Stadtklang-Komposition für 129 vernetzte Kirchenglocken" zur Erinnerung an die Zerstörung Dresdens 50 Jahre zuvor. "Die Erde mit den Ohren zu umarmen" und zugleich metaphorisch philosophische und gesellschaftliche Fragen aufzuwerfen und in Klang zu abstrahieren, ist auch für seine jüngsten Werke maßgeblich - so in dem betörenden "Reiner-Kunze-Zyklus" (2009) und in den in "Solo-Univers" (2009/10) vereinten fünf Konzerten für Solobläser und Orchester. ..."

"von anrührender, neu entdeckter Schönheit"

Berliner Zeitung, Rezension 30.10.2010: "... Solo Univers 1 - 5" heißt der Zyklus von fünf Konzerten für Bläser und Orchester, in dem die Klänge von den Emporen und Gängen des Kammermusiksaals den Solisten umkreisen. Die Solo-Instrumente sind dabei nie allein, sondern stets im Raum verdreifacht, ihre Stimme wird in differenzierten Echos gebrochen. Wer auf Wallmanns Einladung nach jedem Konzert den Sitzplatz wechselte, konnte den Klang immer wieder aus anderer Perspektive wahrnehmen, mal umhüllend, mal aus zwei Richtungen strahlend, mal frontal. ... Die Musik ist, bei Vermeidung traditioneller Formen, von anrührender, neu entdeckter Schönheit, auch wenn sie verfremdete Farben souverän in ihre Sprache integriert. Interessant ist nicht zuletzt, wie "Solo Univers" als großer, freier Variationszyklus funktioniert, in dem jedes einzelne Konzert vor dem Universum der anderen steht. ... Wallmanns Musik ist die eines Außenseiters, eine alternative Moderne, die ihre Intelligenz nicht in gesteigerte Komplexität investiert, sondern in die Frage, wozu Musik eigentlich in einer Gesellschaft gut sein könnte."

"Mut zur Utopie - Johannes Wallmanns SOLO-UNIVERS in Berlin uraufgeführt!"

Neue Zeitschrift für Musik, Rezension 1.11.2010: "... Er hat ein Buch geschrieben, das unter dem Titel "Integrale Moderne" die großen Fragen der Menschheit behandelt und entwirft, welche Rolle die Kunst spielen könnte bei ihrer Rettung vor den selbstgemachten Untergangsgefahren. Die integrale Moderne will dennoch keine Privatmythologie sein und ihr Verfasser kein Guru wie Wagner oder Stockhausen, sondern ein Entwurf, an dem weitergearbeitet werden soll. Wallmann strebt daher auch nicht nach Festspielhäusern und Kugelauditorien, sondern ins Offene. ...  auch Wallmanns neuestes Werk, das am Donnerstag (28.10.) von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Leitung von Franck Ollu uraufgeführt wurde, ist Raummusik. "Solo Univers 1-5" heißt der Zyklus ... gespielt von hochkarätigen Solisten wie Stefan Dohr (Horn) oder Ib Hausmann (Klarinette) ... Selbst die sechs Blechbläser des Orchesters, die gerne einen drohenden Choralton anklingen ließen, werden leicht. Wallmanns Musik ist von verführendem Wohlklang, in ihrer Verknüpfung von Raum, Klang und Ausdruck scheint sie Vorklang einer in der Welt noch nicht realisierten Harmonie zu sein. In diesem Mut zur Utopie liegt ihre eigentümlich zarte Kraft."

"ein intensives Raumklang-Erlebnis" / "Riege großartiger Interpreten"

Deutschlandfunk, 2.1. 2011 über SOLO-UNIVERS 1-5: „In jedem der Konzerte rückt ein anderes Blasinstrument ins Zentrum: Oboe, Fagott, Klarinette, Horn und Flöte. Zwar sind die einzelnen Konzerte separat aufführbar (und so sind sie auch angelegt), dennoch bilden sie einen Zyklus, in dem sich Johannes Wallmann nicht nur vielschichtig mit dem Spannungsverhältnis zwischen Soloinstrument und Orchester, sondern auch – in überhöhendem Sinne – mit dem Wechselspiel zwischen den Teilen und dem Ganzen auseinandersetzt. ... So befanden sich die Musiker in SOLO-UNIVERS nicht nur auf dem Podium, sondern wurden in kleinen Gruppen auch im ganzen Raum verteilt – wobei die hervorragenden akustischen Eigenschaften des Kammermusiksaals der Berliner Philharmonie ein intensives Raumklang-Erlebnis begünstigten. `Hen kai pan´- Eins und Alles – spiegelt sich in SOLO-UNIVERS auch auf struktureller Ebene wieder, wenn gleich philosophische Erwägungen die künstlerische Arbeit Wallmanns nicht dominieren.  ... er ist viel zu sehr Musiker, als dass seine Werke klingende Illustrationen seiner Denkgbäude wären. ... Riege großartiger Interpreten ... Das Orchester gehört mittlerweile zu den rennomiertesten deutschen Klangkörpern und Franck Ollu genießt als Spezialist für zeitgenössische Musik ebenfalls einen hervorragenden Ruf. Im Kontext der wechselnden Solisten und unterschiedlichen Klangcharaktere stellen Die Deutsche  Kammerphilharmonie Bremen und Franck Ollu ein Kontinuum dar, das sowohl die Eigenheiten als auch die Gemeinsamkeiten der fünf Konzerte konzentriert herausarbeitet. Musikalische Verknüpfungen sind ein zentrales Merkmal des Zyklus´ und im letzten Konzert - im Flötenkonzert – stechen sie besonders hervor. Mit ihm schließt sich der Kreis“. (Egbert Hiller)

"...das Publikum begeistert"

Neue Zeitschrift für Musik (Jan./Febr.2011) über SOLO-UNIVERS 1-5„Die fünf Konzerte für Solisten und Orchester, hervorragend interpretiert von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung des Dirigenten Franck Ollu, stellen einen rein instrumentalen Zyklus dar, in dem sich immer wieder neue Raum- und Klangkonstellationen ergeben, die sich sowohl musikalisch entfalten wie auch eine symbolische oder metaphysische Kraft ... der Komponist arbeitet nicht nur mit den geometrischen und akustischen Gegebenheiten des Raums, sondern auch mit dem Tonraum und dem musikalischen Raum; verbindet sozusagen abstrakte und konkrete Dimensionen des Raumes und lädt schließlich den Hörer ein, in all diese Räume einzutreten ... Nicht programmatisch, sondem frei, assoziativ und um uns mit auf die "Reise" zu nehmen, scheinen die Konzerte auch durch die Landschaft unserer europäischen Musikgeschichte zu führen ... Jedes Konzert ist einem Instrument zugeordnet, Solo-Univers I: Oboe, II: Fagott, III: Klarinette, 1V: Horn und V: FIöte. Bei der Uraufführung in Berlin waren es die Solisten Nick Shay Deutsch, Axel Andrae, Ib Hausmann, Stefan Dohr und Silvia Careddu. Sie alle haben das Publikum begeistert. (Melanie Uerlings)

„sich als Teil des Ganzen reflektierend“

Fachzeitschrift „Positionen", Nr. 82, Mai 2010: „ ...Überhaupt misst Wallmann dem Hören und Musizieren im Raum eine besondere Bedeutung bei. Eine klangliche Umzingelung strebt er allerdings nicht an. Sein Ziel ist es viel eher, den Hörer sich als Teil des Ganzen reflektierend wahrnehmen zu lassen. Das ist ein krasser Gegensalz zu der gewöhnlichen, beobachtenden Position des Hörers ... Mit seinem neuen, großen Werk DER BLAUE VOGEL, einem fünfzehnteiligen Lieder-Zyklus nach Worten von Reiner Kunze für Bariton, Klavier und Streichquartett im Raum mit einer Gesamtdauer von achtzig Minuten, lockert Wallmann diese besondere Herausforderung. ... Gelichtet in ihrer Grundaufstellung und ins Private gewendet, geht nichts von Wallmanns großem Anspruch verloren und gewinnt eine warme, übersichtliche Klanglichkeit, deren Rätsel nicht endet und so die Aufmerksamkeit wachhäIt. Die Uraufführung fand am 27. Oktober 2009 im Kammermusiksaal der Philharmonie statt, dessen für normale Klavier- und Kammermusik äußerst schwierige Akustik diesmal in einer geradezu bezaubemden Weise zum Tragen kam. ... Der Blaue Vogel hat seine textliche Basis in der sorgfältigen Auswahl, die Wallmann aus Kunzes Bemerkungen über Liebe, Politik und Kunst getroffen hat. “Und darum ging es ihm auch ausdrücklich" zu zeigen, >wie eng Liebe, Kunst und Politik beieinander liegen und dass sie eigentlich nur Aspekte ein und derselben Sache sind<". (Matthias Entreß)

"Besonders reizvoll"

Deutschlandfunk, 20.12.2009: "Besonders reizvoll in DER BLAUE VOGEL ist - neben den instrumentalen Passagen - das Spannungsverhältnis zwischen den Texten, die mit ihrer metaphorischen Bildkraft sehr wohl für sich selbst sprechen, und der Musik, die ihre eigenen Wege einschlägt. Gleichwohl spürte Wallmann den Worten sehr genau nach ... Überhaupt dominiert in Wallmanns Zyklus das Sachte, das klanglich subtil Ausdifferenzierte, was auch den Texten entspricht, die sich in der Musik niederschlagen, ohne dass sie tonmalerisch ausgeschmückt würden. Die Worte spiegeln sich im übertragenen Sinne in der Musik wieder, in reduzierten, auf Verinnerlichung zielenden Klanggeflechten, die eher andeuten, als breit ausführen." (Egbert Hiller)

"ein Werk von umwerfender Schönheit und tiefem Ernst"

Matthias Entreß, Autor RBB-Sendung am 31.3.2010,  über den Reiner-Kunze-Zyklus DER BLAUE VOGEL von H. Johannes Wallmann

"starker Eindruck" 

Berliner Zeitung, 29. Oktober 2009, Peter Uehling  über den Reiner-Kunze-Zyklus DER BLAUE VOGEL von H. Johannes Wallmann:

"... Wallmann hat eine Art des musikalischen Fortgangs entdeckt, die man in Anlehnung an Schönbergs Begriff der Klangfarbenmelodie "Klangortemelodie" nennen könnte. Und die entfaltet er in höchst vielfältiger Weise ... Wallmanns Musik ist konzentriert und zielt ins Große, ohne den Hörer abzuweisen; sie nimmt ihn, schon indem sie ihn im Raum umfasst, in ihre Mitte, selten fühlt man sich als Hörer von einer neuen Musik so freundlich und ohne Anbiederung zum Zuhören eingeladen. In der Interpretation der Klangwerkstatt Weimar unter Leitung von Tom Rojo Poller und dem Bariton Matthias Vieweg hinterließ das starken Eindruck." (Peter Uehling)

"Das klingt nicht nur weise, sondern trifft auch den Kern" 

Leipziger Volkszeitung, 25. April 2008 zu INTEGRALE MODERNE: „ ... Die Welt ist zu komplex, als dass die mannigfaltigen Probleme separiert behandelt werden könnten. Das klingt nicht nur weise, sondern trifft auch den Kern des Problems der Moderne: Ob Hungersnot, Klimakatastrophe, Aidsepidemie, Glaubenskriege, Ressourcenknappheit – die dringenden Fragen dieser Zeit werden nur selten im Verbund miteinander behandelt. Nicht so bei Johannes Wallmann, der mit seinem Buch „Integrale Moderne, Vision und Philosophie der Zukunft“ gleichzeitig aufrütteln und Weg weisen möchte. ... Dabei ist der Autor keineswegs einer unter den vielen „Weltverbesserern“. Nein, er verbindet hehren Anspruch mit dem Anstoß, die Welt einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, auch wenn das nicht immer einfach ist – und leistet damit einen wichtigen Diskussionsbeitrag.“ (Redaktion: A.Debski)

DeutschlandRadio

Sonntag, 16.März 2008, 21.35 Uhr bis 22.30 Uhr: INTEGRALE MODERNE – über das Buch und die Kompositionen von H. Johannes Wallmann. Eine Sendung von Michael Dasche.

Hessischer Rundfunk, HR2

Sonnabend, 12. Januar 2008, 23-24 Uhr: H. Johannes Wallmann: Glocken Requiem XXI, Sätze 1-9  (eine Sendung von Dr. Michael Rebhahn)

NDR-Kultur, NDR 3

Sonnabend 24.November 2007, 20-22 Uhr: „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms mit Faustus-Mephisto-Disputen neu gehört in Perspektiven zum „Glocken Requiem XXI“ von H. Johannes Wallmann. Readaktion: Hans-Heinrich Raab. Faustus-Mephisto-Dispute:  H. Johannes Wallmann.

Deutschlandfunk: "Sein Ansatz geht tiefer"

15.Oktober, 2007, 20 Uhr zu INTEGRALE MODERNE

: „Sein Ansatz geht tiefer. Seine Vision von einer „Integralen Moderne“ erfasst alle Lebensbereiche, die er eben nicht als separierte Einzelphänomene, sondern als ein Netz von Verknüpfungen auffasst. Strukturiert hat Wallmann sein Buch in sieben aufeinander aufbauende Kapitel, und eindringlich erläutert er am Beginn des ersten seinen gedanklichen Ausgangspunkt: wenn er postuliert, dass die Menschheit die eigentliche „Moderne“ noch vor sich habe, „als menschheitsgeschichtlichen Qualitätssprung und neues Zeitalter oder als Supergau – als Supergau dann, wenn es ihr nicht gelänge, sich von ignoranten Ideologien, Verhaltensweisen und Handlungsmaximen zu trennen. Unter dieser Prämisse erhält Wallmanns Buch auch eminent politische Dimensionen, denn jede gesellschaftliche Utopie bedeutet wie selbstverständlich Kritik an den bestehen-den Verhältnissen. Zum Pamphlet gerät „Integrale Moderne“ jedoch keineswegs. Stattdessen reflektiert Wallmann vielschichtig über philosophische Begriffe, über Demokratie und Ökonomie, über kulturell-innovative Visionen...“

(Buchrezension von Egbert Hiller zu: H. Johannes Wallmann „Integrale Moderne -Vision und Philosophie der Zukunft“ )

"dieses Denkmodell würde es verdienen, ernsthaft geprüft und in die Praxis umgesetzt zu werden.“

Dresdner Neuesten Nachrichten, 8.Oktober 2007 zu „INTEGRALE MODERNE – Vision und Philosophie der Zukunft“: „...Das Scheitern der Menschheit an den Eigendynamiken der modernen Technologien vor Augen, setzt Wallmann auf die integrale Entwicklung der menschlichen Intelligenz selbst und zeigt auf, welch wichtige Rolle kulturelle Strukturen, Medien und Künste diesbezüglich spielen. ... Die entscheidenden Kapitel in Wallmanns Buch befassen sich mit der Entwicklung einer integralen Demokratie und deren Nachhaltigkeit, mit integral-moderner Kultur und Ethik und natürlich mit der Fortführung von Integral-Art ... dieses Denkmodell würde es verdienen, ernsthaft geprüft und in die Praxis umgesetzt zu werden.“ (Peter Zacher)

DeutschlandRadio Kultur

10.September 2007, H. Johannes Wallmann  Glocken Requiem XXI (Ausschnitte; eine Sendung von Dr. Sabine Vorwerk). Nachdem bereits Radio Suisse Romande sowie der WDR Teile seines GLOCKEN REQUIEM XXI (mit Texten auf deutsch, hebräisch und hocharabisch u.a. von Anne Frank) zur Sendung brachten, kündigt DeutschlandRadio Kultur für den Vorabend des 11. Septembers an, eine halbe Stunde aus dieser 82-minütigen Komposition zu senden. Der klug gewählte Termin unterstreicht die hohe Aktualität des Werkes, das in Anlehn-ung an Lessings Ringparabel auf die Geschwisterschaft der Kulturen/Religionen zielt. In Reaktion auf diese Sendung gingen DeutschlandRadio eine ganze Reihe Hörerzuschriften zu.

"was die Stunde geschlagen hat"

NEUE ZEITSCHRIFT FÜR MUSIK Juli/August 2007 (Schott, Mainz) über Wallmanns Buch INTEGRALE MODERNE:  „ ... Wie die tiefen Glockentöne das Requiem, so begrenzen zwei Zitate aus E. A. Poes Erzählung A Decent into the Maelström die umfängliche Schrift – ein wohlbedachter Kunstgriff, mit dem Wallmann dem Leser eine poetische Zeitdiagnose anbietet und ihn zugleich auf die Wirbel einstimmt, in die er durch einen weitgesteckten Referenzrahmen zwischen Bibel und I Ging, Chargaff und Foucault, Leibniz und Ken Wilber, Postman und Virilio, Bonhoeffer und Beys, Houellebecq und McLuhan gerissen wird. ... Die Lektüre des Bandes belohnt durch Einblicke in wesentliche Aspekte eines Denkens, das heute „an der Zeit“ ... Es ist wohl das Los eines so mutigen Unternehmens, dass es ohne ein Mischpult auskommen muss, dass es auch noch die divergierendsten Glocken zu einem Gesamtklang bindet. Eines aber dürfe der wache Leser immer noch verspüren, nämlich was die Stunde geschlagen hat.“ (Peter Becker)

WDR 3

: 23. Mai 2007, 23:05 Uhr: Die Moderne als Zukunftsvision. Der Komponist Johannes Wallmann, ein Komponistenporträt. "Die vielschichtigen Probleme unserer Welt können "zwar separiert betrachtet, aber nicht mehr separiert gelöst werden ", so der Befund des in Berlin lebenden Komponisten Johannes Wallmann. Seine 2006 veröffentlichte Ästhetik einer integralen Moderne ist der Ausgangspunkt für eine neue Betrachtung seines bisherigen Schaffens. Politisch stets unbequem und querständig verließ er noch kurz vor der Wende die ehemalige DDR und erweckte Aufsehen mit großdimensionierten Klanginstallationen in Gebäuden, Parks, ganzen Landschaften und Städten.“

Radio Suisse Romande Espace 2

15.4. 2007: Ursendung von 5 Sätzen aus GLOCKEN REQUIEM XXI von H. Johannes Wallmann. Eine Sendung von Jean-Pierre Amann.

"ohne in totalitäres Denken zu geraten"

positionen Fachzeitschrift  Mai/2007  zu INTEGRALE MODERNE: „.Wie läßt sich »das Ganze« reflektieren, ohne in totalitäres Denken zu geraten? Der in Berlin lebende Komponist H. Johannes Wallmann nimmt sich dieser Frage an und gibt in seiner Schrift „Integrale Moderne - Vision und Philosophie der Zukunft darauf eine Antwort“. ... Sein Impuls zur Verschränkung unterschiedlicher Diskurse in transdisziplinärer Hinsicht sollte unbedingt aufgenommen werden, denn das Misstrauen gegenüber den Technokraten und Naturwissenschaften als alleinige Sinnstiftungsinstanzen ist allein schon methodisch begründbar.“ (René Thun)

"erstaunlich viele sinnliche Passagen"

Dresdner Neueste Nachrichten, 23.10.2006, zu IM FUNKELN DER STERNE – Raumklang-Konzert im Kulturpalast Dresden von H. Johannes Wallmann. UA durch „Die 12 Berliner Saxophonisten“: „Dass mehr Besucher als bei vergleichbaren Veranstaltungen gekommen waren, ist ein ebenso gutes Zeichen wie der herzliche Schlussbeifall. ... Die Musik mit Einklängen, Reibungen, Clustergebilden und Elementen, die als Frage-und-Antwort-Spiel gedeutet werden können, enthält erstaunlich viele sinnliche Passagen.“

"ein tief beeindruckendes und die Zuhörer bewegendes Werk"

Darmstädter Echo, 13.09.2006, zur Uraufführung von Wallmanns Glocken Requiem XXI – Raumklang-Komposition für  3 Chorgruppen, elektronische Klänge und 129 Dresdner Kirchenglocken, drei Schreier und einen Koranrezitator: „Geläut wird zu Gesang. „Solange die ganze Menschheit keine Metamorphose durchläuft, wird Krieg wüten“, schreibt Anne Frank in ihrem Tagebuch. Mit diesen Worten – sie werden in deutsch , hebräisch und hocharabisch gesungen – beginnt das „Glocken-Requiem XXI“ des in Berlin lebenden Komponisten H. Johannes Wallmann. ... Das 80 Minuten dauernde Requiem ist ein tief beeindruckendes und die Zuhörer bewegendes Werk, denn die Zeit des Zweiten Weltkriegs mitsamt Auschwitz bis hin zu den Terroranschlägen und den Konflikten unserer Tage wird hier zum Raum, zum Klangraum  ... Faszinierend in diesem Werk ist vor allem die Einarbeitung der Glockenklänge, die in Elektronik (basierend auf Glocken- und Stimmgabel-Tönen) übergehen und sich in Gesang verwandeln, sich diesem angleichen, so dass die Klänge im Raum rotieren“

"eines der Zentren der neuen Musikgeschichte"

Hessischer Rundfunk, 28.03.2006, Porträt-Sendung über H. Johannes Wallmann (eine Sendung von Stefan Fricke): „...kann sich die Stadt Wuppertal – dank Johannes Wallmann – nun in ihrer Geschichte rühmen, wenige Monate lang eines der Zentren der neuen Musikgeschichte gewesen zu sein.“

Deutschlandfunk

13.3. 2004, Porträt-Sendung über H. Johannes Wallmann (eine Sendung von Dr. Gisela Nauck)

"Blauer Klang begeisterte das Publikum"

Mitteldeutsche Zeitung, 09.07.2004 zu Wallmanns DER BLAUE KLANG – Landschaftsklang-Komposition für voneinander weitentfernte Vokal- und Orchestergruppen; Uraufführung am 7.6. 2004 in den Wörlitzer Anlagen („Garten der Aufklärung“): Blauer Klang begeisterte das Publikum in Wörlitz „...1000 Besucher und noch einmal 300 Zuhörer ohne Karte verließen nach drei Stunden glücklich und nahezu beseelt von den Klängen den Park. ... Wallmann pflanzt seine Musik mit derselben perspektivischen Sorgfalt, die ein guter Gärtner bei der Gestaltung seiner Anlagen aufwendet.“

"reines Klingen"

Berliner Zeitung, 03./04.07.2004 zu Wallmanns DER BLAUE KLANG– Landschaftsklang-Komposition für voneinander weitentfernte Vokal- und Orchestergruppen; Uraufführung am 7.6. 2004 in den Wörlitzer Anlagen („Garten der Aufklärung“): „`Der Blaue Klang` verlässt ganz entschieden das Modell einer neuen Musik, die in geschlossenen Räumen mit dem Material verbundene Fragen verhandelt. Wallmann sucht ein reines Klingen.“

"sichtlich bewegt"

Zerbster Volksstimme, 06.07.2004 zu Wallmanns DER BLAUE KLANG– Landschaftsklang-Komposition für voneinander weitentfernte Vokal- und Orchestergruppen; Uraufführung am 7.6. 2004 in den Wörlitzer Anlagen („Garten der Aufklärung“): "So bewusst habe ich den Park, obwohl ich ihn schon oft besucht habe, noch nie gesehen" sagte sichtlich bewegt ein älterer Oranienbaumer Gast. ... Größte Anerkennung all denen, die dieses unzweifelhaft monumentale Kunstwerk geschaffen und umgesetzt haben."

Dresdner Neueste Nachrichten: "Umso überraschender, wie intellektuell diszipliniert"

19.05.2003, zur Uraufführung von „intars 2138“ für Violoncello und Orchester von H. Johannes Wallmann durch die Dresdner Philharmonie: „Bei der anschließenden Uraufführung von Wallmann hätte man in Kenntnis seines spektakulären Dresdner "Glocken Requiems", aber auch bei einem Blick auf die lange währende, zunächst politisch motivierte Behinderung dieses Auftragswerkes (von 1984.85) sich ein eher unorthodoxes Werk von abgehobener Ästhetik denken können. Umso überraschender, wie intellektuell diszipliniert Wallmann an die kryptisch hinter „2138“ verborgene Vorlage des Namens BACH heranging. Er entwickelt die Vorlage als makrokontrapunktische Klammer über drei klar definierte Sätze hinweg, faltet einen Ton über das ganze Spektrum des Orchesters aus, baut höchst reizvolle Klangflächen, belebt sie mit kantablen Linien des Solocellos, verdichtet sie allmählich, lockert sie mit perkussiven Blöcken auf, setzt dazwischen immer wieder den als Zitat gekennzeichneten Bachschen Choral als historische Dimension, den der sensibel agierende Solist (ausgezeichnet: Matthias Bräutigam) quasi kommentierend umspielt. Man kann dem Werk kein schöneres Kompliment machen als zu konstatieren: Die musikalische Qualität hat seine Geburt sicherlich nicht verzögert“

Konzertvorschau Dresdner Philharmonie : "auf höchsten Befehl totgeschwiegen"

Saison 2002/2003: „ ... Der Komponist, einst Gründer und Leiter der „gruppe neue musik weimar verließ 1988 die DDR. Seine Werke aus dieser Zeit – dazu zählte auch „intars 2138“, ein Auftragswerk der Dresdner Philharmonie aus dem Jahr 1986, - wurden auf höchsten Befehl totgeschwiegen. ... Obwohl es keine ideologischen Barrieren mehr zu überwinden galt, brauchte sein Cellokonzert dennoch weitere Jahre, um im Programm der Dresdner Philharmonie platziert zu werden. ...“

DeutschlandRadio

, 23. und 30.7.2002: Ursendungen beider Teile von H. Johannes Wallmanns „INNENKLANG-AUSSENKLANG“ (zwei Gesprächssendungen von und mit Stefan Lang)

Berliner Morgenpost: "über den reinen Effekt hinaus den Raum kompositorisch emanzipiert"

13.9.2000 zu Entrée AUSSENKLANG-INNENKLANG von H. Johannes Wallmann: Experimentierfreudige Expedition in die Gefilde des Hörens „Im Berliner Dom kam mit Johannes Wallmann jener Komponist zu Wort, der vermutlich am weitesten über den reinen Effekt hinaus den Raum kompositorisch emanzipiert hat. Das erste der zwei neuen »Entrées zum weltumspannenden Projekt »Außenklang-Innenklang« machte mit vier Fagotten des IO-Ensembles und zwei Sopranistinnen unsichtbare Raumstrukturen der riesigen Halle erlebbar. Die goldenen Klänge der Fagotte von den Emporen verwandelten sich im warmem Nachhall zu Glockentönen. Wallmann macht Musik zum Naturerlebnis.“

DER TAGESSPIEGEL, Berlin: "Der Mann ist nicht zu bremsen"

29.10.99 zu AUSSENKLANG-INNENKLANG: Johannes Wallmann plant 2000 eine klingende Weltausstellung in Berlin „Der Mann ist nicht zu bremsen. Zu DDR-Zeiten unbequemer Mitbegründer der „Gruppe Neue Musik Weimar“ und, laut Stasi-Akte, Komponist von Werken, deren „Inhalt und Ausdruck negative und staatsfeindliche Thematik vermuten lassen.“, ist Johannes Wallmann seit seiner Übersiedlung in den Westen 1988 mit Großprojekten zwischen Musik und Klangkunst hervorgetreten. Ausgehend von seinem philosophischen Konzept der „Integral Art“, das verschiedene Kunstformen, aber auch Kunst und Alltag überhaupt, Musik, Geschichte und Umwelt zu verbinden sucht, entwarf er 1991 ein live-elektronisches Sound-Design für die Wuppertaler Schwebebahn. 1995 folgte das Dresdener „Glockenrequiem“ für 129 im Stadtraum vernetzte Kirchenglocken und 1996 die Beschallung eines 850 Meter langen Küstenstreifens auf Helgoland. Nachdem die Uraufführung seins Orchesterwerkes „Innenklang“ 1997 im Berliner Dom ein Rumpf blieb, dem die aus Kostengründen gestrichene Live-Übertragung Berliner Stadtgeräusche dringend fehlte, greift Wallmann jetzt nach der ganzen Welt. Für 15 Tage sollen im September 2000 Soundscapes von sieben Kontinenten, aus dem Brasilianischen Regenwald und vom Hafen von Kapstadt, von den Niagarafällen und den heißen Quellen in Island, aus Sydney, dem Ural und Tokio in das Berliner „Haus der Kulturen der Welt“ übertragen werden und in einer Art akustischen Weltausstellung zugänglich sein. Dazu kommt ein Klang-Environment am Brandenburger Tor aus 29 Berliner Klängen und die Wiederaufführung des „Innenklang“ im Berliner Dom. Per Satellitenleitung werden die Stimmen von sieben in den weltweiten Soundscapes platzierten Sopranen übertragen, die in einer wahrhaft globalen Partitur mit Umweltgeräuschen und Orchesterklängen verschmelzen, was in Tokio wie in Kapstadt zu hören sein wird. Damit reagiert Wallmann künstlerisch auf die mediale Vernetzung der Welt und setzt genau jenes musikalische Signal, das die EXPO 2000 so schmerzlich vermissen läßt....“

Sächsische Zeitung Dresden: „Christo der Musik“

29.10.99 zu AUSSENKLANG-INNENKLANG: „Christo der Musik“ Johannes Wallmann plant globale Klanginstallation: „Für das Jahr 2000 plant der Komponist Johannes Wallmann seine erste weltumspannende Klanginstallation. Der „Christo der Musik“, wie Kritiker den in Berlin lebenden Künstler nennen, realisiert unter dem Namen „Aria“ damit sein bisher größtes Projekt.... Mittels modernster Technik sollen live übertragene Klänge und Geräusche aus allen Kontinenten nach Berlin geliefert werden, um sie hier zu einer Stereo-Fassung zu mischen. Wenn das Experiment gelingt, gebe es die Möglichkeit, mit den Ohren zugleich an unterschiedlichen Orten der Welt zu sein, sagte der 47-Jährige. Sein Ziel: „Den globalen Zusammenhang der Erde einmal sinnlich erfahrbar machen.“... In Berlin sollen das Haus der Kulturen der Welt, der Berliner Dom und der Platz vor dem Brandenburger Tor zu Aufführungsorten für das Konzert werden. Gedacht ist an weltweite Live-Übertragungen von Rundfunk- und Fernsehstationen. Der in Dresden aufgewachsene Wallmann war 1988 in den Westen ausgereist. Seine erste große Klanginstallation verwirklichte er in Wuppertal. Auf Helgoland legte er ein Klang-Teppich über die Felsenkulisse, und in Dresden brachte er 1995 sein „Glocken Requiem“ zur Uraufführung.“

Berliner Abendblatt: "Klänge, die die Welt umarmen"

03.11.99 zu AUSSENKLANG-INNENKLANG von Johannes Wallmann: Die Wiege für Klänge, die die Welt umarmen: „ ... Für das Projekt vereint Wallmann diese Innen- mit den Außenklängen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen (CDU), haben die Schirmherrschaft übernommen. In Berlin kooperieren DeutschlandRadio, der Berliner Dom, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und das Haus der Kulturen der Welt mit Wallmann und seinem Veranstalter, dem Verein Klang & Zeit. Das Haus der Kulturen der Welt steuert dann auch zu den Außenklängen die tiefen Glocken des Carillons bei. Während des gesamten Zeitraums werden dort auch die live übertragenen Klänge aus den anderen Ländern zu hören sein. Wallmann hat schon seit langem ein Faible für derart ungewöhnliche Klangprojekte. „Was in die Ohren kommt, macht auch etwas mit uns. ...“

Berliner Morgenpost: "Die Fäden laufen in Berlin zusammen"

21.10.99: Die sieben Soprane - Der Berliner Komponist Johannes Wallmann plant für Herbst 2000 ein internationales Klangprojekt:.„Was sich bisher lediglich auf nationaler Ebene abspielte, soll im Herbst 2000 zu einem globalen Event ausgeweitet werden: „Aussenklang-Innenklang“ wird es heißen. Das Konzept klingt simpel. Sieben Soprane singen simultan an sieben Orten der Erde, sei es zu den Geräuschen der Niagarafälle oder zu denen, die Sydneys Straßenlärm verursacht. Die Fäden laufen in Berlin zusammen. Hier werden nicht nur die mittels modernster Technologien übertragenen Klänge zu einer Stereo-Fassung gemischt und weltweit ausgestrahlt. Auch Live-Veranstaltungen und Aussenklänge der Stadt sollen in das Projekt einfließen. ....“

DIE WELT: "symphonische Dimensionen"

, 21.9.1999: Fünfte Kryptonale: Zehntausend Möwenschreie von H. Johannes Wallmann: “... Eine Tonkonserve stach heraus: „10.000 Mövenschreie“, aufgenommen vor der Küste Helgolands. Die Komponisten Johannes Wallmann und Dirk Homann haben daraus eine sogenannte Soundscape gemacht. Die meisten Zuhörer schlossen die Augen und fühlten sich vom Meer umtost. Das Geschrei entwickelte symphonische Dimensionen...“

Berliner Zeitung: "der innere Raum weitet sich"

19.09.97: zur Uraufführung „TRANSFORMA – Musik im Raum für 5 Soprane“ von H. Johannes Wallmann nach UN COUP DE DES von Stephane Mallarme´: »...Danach tauchen wir doch noch ganz in den Raum ein, verschwinden in ihm mit Wallmanns TRANSFORMA. Stimmen, hoch in der Frequenz, schweben durch den alten Wasserspeicher, füllen den Raum ganz aus, und mehr als einmal prallen sie aufeinander wie glitzernde Stahlkugeln. Hier wird wahr, was die Idee der Kryptonale III ist: der Raum, wie er da ist, bleibt sich selbst erhalten, der innere Raum weitet sich.

Berliner Zeitung: "so klar wie mit »Innenklang« hat man den Dom wohl überhaupt noch nie gehört"

9.06.1997: Uraufführung im Berliner Dom „INNENKLANG – Musik im Raum für vier Orchestergruppen und Soprane“ von Johannes Wallmann (Rundfunk-Liveübertragung DeutschlandRadio): »...Wallmann hat sein groß angelegtes Stück für diesen Dom komponiert, er hat es richtiggehend in das Bauwerk hineingeschrieben, so klar wie mit »Innenklang« hat man den Dom wohl überhaupt noch nie gehört... Die halbkugelförmige Gestalt des Klangapparats nutzte der Komponist, um Klänge auf die Reise zu schicken. Lange Pedaltöne der tiefen Orchesterinstrumente legten eine Klang-Schiene um die Zuhörer, kurze Trommelsignale sausten darauf im Kreis herum. Wer in der Mitte saß, konnte das Fluktuieren der statischen Klänge (das Rundfunk-Sinfonieorchester spielte unter der Leitung von Karl Anton Rickenbacher) auf der Umlaufbahn hören. Wallmanns Musik bildet tatsächlich einen Raum, sie übersetzt den Raum des Doms in Klang, und der Zuhörer sucht sich seinen Platz im Inneren des Klangraumes. So erklärt sich auch der Name des Stückes zum Teil: Wallmann möchte seinem »Innenklang« eines Tages auch den Außenklang zugesellen, gewissermaßen die Alltagsmusik, die die Stadt Berlin Tag für Tag von selbst produziert....«

Der Tagesspiegel: "standing ovations des von den Aufführenden zu Recht begeisterten Publikums"

9.06.1997: Uraufführung im Berliner Dom „INNENKLANG – Musik im Raum für vier Orchestergruppen und Soprane“ von Johannes Wallmann (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Liveübertragung DeutschlandRadio): ».... standing ovations des von den Aufführenden zu Recht begeisterten Publikums.«

FAZ 24.06.199: "nicht in kleinen, kundigen Zirkeln"

Uraufführung im Berliner Dom „INNENKLANG – Musik im Raum für vier Orchestergruppen und Soprane“ von Johannes Wallmann (Rundfunk-Liveübertragung DeutschlandRadio): »Das schnappt nach Happ-ning, zielt immer zugleich auch auf die letzten Dinge und zieht so Publikum. Anders als sonst in der Branche üblich finden Wallmanns Uraufführungen nicht in kleinen, kundigen Zirkeln statt, sondern vor einer großen diffusen Hörerschaft..«

Der Helgoländer: "Einbinden des Zuhörers in das Wechselspiel von Musik und Natur"

10/96: zu KLANG FELSEN HELGOLAND – Landschaftsklang-Komposition von Johannes Wallmann an 850 m Steilküste (Rundfunk-Liveübertragung NDR): »... Nach anfänglichem typischen Trubel der Schaulustigen kehrte angesichts der majestätischen im wahrsten Sinne des Wortes versteinerten, unwirklichen und in dieser Art noch nie beleuchteten Felsenkulisse auf dem Klippenrandweg Stille ein. Die Musik, mal ergreifend-tragend, dann wieder drohend-grollend die Sopranstimme unterstützend, glich einer Referenz an das Millionen Jahre alte Felsmassiv, welches aus seiner Vergangenheit zu erzählen schien. Der 44jährige Klangkünstler Johannes Wallmann hatte es geschafft: das Einbinden des Zuhörers in das Wechselspiel von Musik und Natur.«

taz, Berlin: "die hotteste Musik-News des Klassiksommers"

2.8.1996: zu KLANG FELSEN HELGOLAND – Landschaftsklang-Komposition von Johannes Wallmann an 850 m Steilküste (Rundfunk-Liveübertragung NDR): „Und hier die hotteste Musik-News des Klassiksommers...: Der Berliner Komponist Johannes Wallmann verbindet Orgelmusik, Möwengeschrei und Wellenrauschen in seiner Komposition „Klang Felsen Helgoland“.

ARD tagesthemen: "ein Erlebnis von großer Kraft“

12.2.1995: zur Uraufführung „GLOCKEN REQUIEM DRESDEN – Stadtklang-Komposition für 129 vernetzte Dresdner Kirchenglocken“ von Johannes Wallmann (Rundfunk-Liveübertragung DeutschlandRadio, MDR, BBC, Radio Washington): »Heute abend konnte kein Dresdner weghören , überhören, als das Glocken Requiem ertönte. .... Nachdenklich stimmend war das, was die Dresdner heute zu hören bekamen. Ganz Dresden ein Klangkörper ... 47 Kirchen mit 129 Glocken machen dieses experimentelle Musikerlebnis möglich. Der in Dresden aufgewachsene Komponist Johannes Wallmann komponierte das Glocken Requiem im Bewusstsein, dass heue noch immer Menschen durch Bomben und Kanonen getötet werden. Glocken haben für den Komponisten eine ganz eigene Symbolkraft: „Glocken sind eine Materialreserve gewesen und wurden in den Kriegen immer wieder umgegossen zu Kanonen und Bomben. Und wenn wir sie jetzt hier läuten, dann sind sie gerade nicht umgegossen und ich denke dass das eine ganz wichtige Metapher  dafür und soll uns auch daran erinnern, dass das auch nicht wieder geschieht “ ... Mit Hilfe aufwendiger Technik werden alle Klänge zu einem zentralen Mischpult geführt  und abgemischt ... Auf dem Platz an der Frauenkirche versammelten sich Tausende Dresdner ... Musik verlässt den geschlossenen Raum, in Dresden ein Erlebnis von großer Kraft.“

 Sächsische Zeitung; "ein zur Besinnung mahnendes Werk, das Tausende erreichte, ja per Rundfunk Millionen"

14.02.1995: zu „GLOCKEN REQUIEM DRESDEN – Stadtklang-Komposition für 129 vernetzte Dresdner Kirchenglocken“ von Johannes Wallmann (Rundfunk-Liveübertragung DeutschlandRadio, MDR, BBC, Radio Washington): »... Musikalisch klar gegliedert in verschiedene Verarbeitungen sowohl räumlich verteilter als auch klangintensivierter und klangkontrastierender Töne von 129 Glocken der 47 über die Stadt verteilten Kirchengeläute wurde dies komplizierte Unterfangen realisiert. Vom „Introitus” allmählichen Beginnens, über ein „Kyrie” aus Einzelschlägen, ein „Graduale”,„Tractus” ein Wechselspiel hoher und tiefer Geläute in einer „Sequenz”, dem Aufbau von den tiefen zu den höheren Tönen im „Offertorium” bis zum Vollgeläute eines „Sanctus” steigerte sich dies einzigartige Werk. ...Es war kein Experiment, sondern ein zur Besinnung mahnendes Werk, das Tausende erreichte, ja per Rundfunk Millionen...«

Sächsische Zeitung: "Rund 30.000 Dresdner und Gäste der Stadt verfolgten dieses Kunstereignis"

13.02.1995: zu „GLOCKEN REQUIEM DRESDEN – Stadtklang-Komposition für 129 vernetzte Dresdner Kirchenglocken“ von Johannes Wallmann (Rundfunk-Liveübertragung DeutschlandRadio, MDR, BBC, Radio Washington): »Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ist am späten Abend das „Glocken Requiem Dresden” als Performance von Johannes Wallmann uraufgeführt worden. Das Werk für 129 Kirchenglocken Dresdens gelangte zwischen 21.30 und 22.12 Uhr im gesamten Stadtgebiet zur Aufführung und wurde von Hörfunkstationen und über Lautsprecher live übertragen. Rund 30.000 Dresdner und Gäste der Stadt verfolgten dieses Kunstereignis an der Ruine der Frauenkirche und auf der Brühlschen Terrasse. Viele standen dicht gedrängt und hörten andächtig und teilweise mit geschlossenen Augen auf die ständig wechselnden Glockentöne. ...«

F.A.Z: "Die Empfindung von Weite, Klang und Landschaft"

11.2.95 zur Uraufführung GLOCKEN REQUIEM DRESDEN von Johannes Wallmann »... Etwa zehn Jahre war er alt, als er vom `Wilden Mann´ oberhalb der Stadt aus am frühen Ostermorgen Dresdner Glocken läuten hörte. Die Empfindung von Weite, Klang und Landschaft, die ihn in diesem Moment erfüllte, wurde nach seinen Worten prägend für viele seiner späteren Projekte. ... Mit dem `Glocken Requiem Dresden´ kehrt Wallmann, der sich zur Moderne und zugleich zu ihren kulturellen Wurzeln bekennt, nun in die Stadt seiner Kindheit zurück. ...«

Thüringer Allgemein; "Die Zuhörer waren begeistert"

29.09.94 zur Uraufführung „AURI – Musik im Raum für Kammerensemble“ von Johannes Wallmann / Wartburg-Konzert (Rundfunk-Liveübertragung DeutschlandRadio): »...Dann eine Uraufführung als besonderer Höhepunkt des Abends: «Musik im Raum - Auri« des 1952 in Leipzig geborenen Komponisten Johannes Wallmann. Die Relationen und Bewegungen zwischen Nähe und Ferne, die durch die räumlichen Bewegungen der Töne entstanden, bewegten die Zuhörer außerordentlich. Im Verlaufe von Auri wurden Standorte im Konzertraum verteilt eingenommen. So kreisten die Töne im Auditorium, entwickelten sich Klangmelodien. Die Zuhörer waren begeistert.«

Neue Ruhr Zeitung: "Ein klangfarbenreiches schalkhaftes Kombinationsspiel"

, Essen 18.4.1994 zu „gleich den Vögeln“ für 4 voneinander weitentfernte Klarinetten  von Johannes Wallmann:„Daß sich Neue Musik auch kurzweilig und amüsant anhören kann, hat das Ensemble Aureus Modern bewiesen: ... Ein klangfarbenreiches schalkhaftes Kombinationsspiel „Gleich den Vögeln“ von Johannes Wallmann (geb. 1952 in Leipzig) für 4 Klarinetten, die sich von den Ecken des Raumes aus gegenseitig zuspielten, zeigte mit welchem Improvisationsgeschick und welchem Ensemblegeist die Musiker aufeinander zuzugehen in der Lage sind. Das war ein Tirilieren und Zwitschern, Singen und Jubilieren.“

Südwestpresse Ulm/Tübingen: "als sei ein Wunschbild erfüllt"

21.3.94 zu »suite moderabel« Musik im Raum für Kammerensemble von Johannes Wallmann: »Am Beginn des Abends die viersätzige »Suite moderabel« von Johannes Wallmann ... Als nähme das kompositorische Subjekt sich lauschend zurück, gebiert dieser Ton seine Oktave scheinbar aus sich selbst, kehrt zu sich zurück, und der folgende Sekundschritt wirkt in dieser Umgebung als großes, nie gehörtes Intervall. Aus ihm entsteht die Terz als flirrender, in sich bewegter Klang, und fast die einzige (halbtaktige?) schnellere Folge von drei Tönen leuchtet als Arioso hervor; als sei ein Wunschbild erfüllt, daß die Klänge von selbst sich erzeugen, von selbst sprechen, traumwandlerisch das Richtige geschähe.«

Westdeutsche Zeitung: "mit der Zeit nahm man den Klang wahr, als wäre er immer dagewesen"

, Wuppertal, 23.9.1993 zu ZEITSCHWINGUNG - Komposition für live-elektronische Klangrealisation von Johannes Wallmann: „Kunst-Leben in der Hofaue, Designer, Architekten, Musiker und Erfinder öffneten ihre Ateliers... Dazu verhallt eine Klanginstallation von Johannes Wallmann, niemals endend und nicht störend; mit der Zeit nahm man den Klang wahr, als wäre er immer dagewesen.

Thüringer Allgemeine: "eine fesselnde Welt der Klänge"

21.6.1993 zu ZEIT-KLANG-LANDSCHAFT für 8 voneinaner weitentfernte Musiker von Johannes Wallmann: »`Den Vögeln gleich´, so Wallmann, entfalteten die verstreuten Musiker eine fesselnde Welt der Klänge, die sich mit den Stimmen der jubilierenden Vögel mischte und den auf dem Skulpturenweg wandelnden Besuchern eine eigene Interpretation des Raumes und der Landschaft vermittelte.«

MusikTexte: "Klangsegel wurden zu einer kleinen Wallfahrtsstätte"

12/92 über KLANGSEGEL – Klang- und Lichtinstallation über der Wupper von Johannes Wallmann: »Die Klangsegel wurden zu einer kleinen Wallfahrtsstätte für die Wuppertaler, die sich Abend für Abend mit großem Interesse am Ufer der Wupper einfanden.«

WDR-Fernsehen: "eine ganz zauberhafte Klanginstallation"

1.10.1992 zu KLANGSEGEL – Klang- und Lichtinstallation über der Wupper von Johannes Wallmann: »... eine ganz zauberhafte Klanginstallation«

EXTRA Il MATINO Florenz: "Eine der europaweit ... hervorragendsten Initiativen"

18.10.1992 zu BAUHÜTTE KLANGZEIT WUPPERTAL – Klangkunst-Festival im öffentlichen Stadt- und Landschaftsraum (Leitung Johannes Wallmann) »KLANGZEIT WUPPERTAL ... Eine der europaweit (und unter vielen Gesichtspunkten weltweit) hervorragendsten Initiativen ...«

Deutsche Welle: "Ein Festival also, daß man in dieser Größe und Qualität in einer europäischen Kulturmetropole erwarten würde"

8.10.1992 zu BAUHÜTTE KLANGZEIT WUPPERTAL – Klangkunst-Festival im öffentlichen Stadt- und Landschaftsraum (Leitung Johannes Wallmann) »... Ein Festival also, daß man in dieser Größe und Qualität in einer europäischen Kulturmetropole erwarten würde.

MusikText: "Einheit zu schaffen von Zeit- und Raumkunst"

12/92 zu BAUHÜTTE KLANGZEIT WUPPERTAL – Klangkunst-Festival im öffentlichen Stadt- und Landschaftsraum (Leitung Johannes Wallmann) »Ein Komponist hatte in der ehemaligen DDR eine Vision und einen Traum: die Musik aus ihrem akustischen Käfig, in dem sie in den traditionellen Konzertsälen - und wohl auch in den Köpfen - gefangen war, herauszuholen und sie in ein Gesamtkonzept von Raum, Klang, Architektur und Landschaft einzubringen: eine Einheit zu schaffen von Zeit- und Raumkunst, kurz: Grenzen niederzureißen. Sein Name: Johannes Wallmann.«

Frankfurter Rundschau: "Dem Höhepunkt in Saarbrücken lagen dann wieder leise Klänge zugrunde"

12.06.1992 zu KONZERT IN SPIEGELFORM – Musik im Raum für Kammerensemble von Johannes Wallmann (Musik des 20.Jahrhunderts - Saarländischer Rundfunk): »... Dem Höhepunkt in Saarbrücken lagen dann wieder leise Klänge zugrunde: Das „Konzert in Spiegelform” von Johannes Wallmann. Wallmann kombiniert hier eigene Stücke zu einer Suite, die in zwei verschiedenen Besetzungen spiegelverkehrt wiederholt wird, fügt den einzelnen Sätzen Soli hinzu, und erzeugt so einen Mikrokosmos von Vexierbildern, die sich auch in ihrer Binnenstruktur scheinbar endlos spiegeln, ausgehend von der Achse eines einzelnen Tones. ...«

Sonntagsblatt: "fast kosmische Erlebnisse"

15.12.1991 zu »schweben und hören« Klanginstallation in einer Wuppertal Schwebebahn von Johannes Wallmann: „Neun Tage lang hatte Musikhören in Wuppertal zwei besondere Voraussetzungen: zum einen, daß man gerade den Zug Nummer 23 dieser traditionsreichen Bahn erwischte, und zum anderen, daß man sich durch die dort bis zum 8.Dezember zu hörenden Klänge aufstören und sie wirken ließ. ... nicht zuletzt zog der zum Klingen gebrachte konkrete Zeuge technologischer Entwicklung, die Schwebebahn, den Hörer in Klangwelten mit, die fast kosmische Erlebnisse suggerierten.“

Westdeutsche Zeitung: "dringen ungewohnte Töne durch die Bahn"

2.12.1991 zu »schweben und hören« Klanginstallation in einer Wuppertal Schwebebahn von Johannes Wallmann: Der Schwebebahnfahrer wird zum Dirigenten: „Kaum haben sich die Türen der Schwebebahn geschlossen, dringen ungewohnte Töne durch die Bahn: Sphärisch und kaum zu definieren schwillt ein Ton an, nimmt langsam ab und mündet in melodische Klangfolgen. Unterschwellig und doch präsent sind die Klänge, die Schwebebahnfahrer in dieser Woche im Wagen Nummer 23 während der Fahrt hören können. ... „Eine Verbindung von Kunst, Technik und Lebensalltag”, verrät Johannes Wallmann, Ideengeber und Komponist, das Anliegen des Projekts.“

positionen: "Utopien zu setzen und einzulösen"

8/91 zu BAUHÜTTE KLANGZEIT WUPPERTAL – Klangkunst-Festival im öffentlichen Stadt- und Landschaftsraum (Leitung Johannes Wallmann): »... Über Utopien wird heute nicht mehr nur nicht geredet, sondern sie werden belächelt. ... Um so erstaunlicher ist es deshalb, daß in Wuppertal ein für diese postmoderne Zeit mutiges Projekt realisiert werden kann, das erneut Utopien zu setzen und einzulösen sucht. Die Rede ist von der ``Bauhütte Klangzeit Wuppertal´´. ... Spiritus Rector und zugleich Organisator dieses anspruchsvollen modellhaften Projektes ist der 39jährige Komponist Johannes Wallmann, der 1988 von Ostberlin nach Wuppertal übergesiedelt ist. Beim Kulturamt Wuppertal hat er nun tatkräftige Unterstützung gefunden, um einen Teil seiner über viele Jahre entwickelten ästhetischen Theorien und Utopien realisieren zu können. ...«

Neue Zeitschrift für Musik: "von diesem engagierten und aufrichtigen Komponisten"

11/88: „axial” für Orchester von Johannes Wallmann in Wuppertal uraufgeführt: »Wallmanns kompositorisches Denken hat immer schon die engen Grenzen dr Musik überschritten. Philosophische, naturwissenschaftliche und künstlerische Ansätze vereinen sich zu einem mentalen Ganzen … Als Paradigma solcher Verfahrensweisen ist axial zu deuten, ein groß besetztes, streng organisiertes Orchesterwerk mit dezent formulierten Huldigungen an Edgar Varèse und Anton Webern. … Alle musikalischen Prozess, inklusive sogar der Instrumentation, sind auf eine komplexe Achse ausgerichtet ... Symmetrische, allerdings um eine konkret faßbare Harmonie gruppierte, Klangstrukturen bilden das vertikale Material. In vielfachen Abwandlungen erscheint ein Akkord, der um die Spiegelachse „es“ gebildet ist ... ein Leichtes, nach dieser eindrucksvollen Premiere die Prognose zu stellen, daß man von diesem engagierten und aufrichtigen Komponisten in der aktuellen Auseinandersetzung im Bereich der Neuen Musik noch so manches gewichtige Wort hören wird. Ein Anfang ist gemacht.«

Rheinische Post 25.8.88: "eine der großen Hoffnungen"

»... hat Johannes Wallmann die DDR in Richtung Bundesrepublik Deutschland verlassen. Wallmann galt als eine der großen Hoffnungen unter den jungen Komponisten der DDR. Es wird nicht gezögert, ihm die Beurteilung »genialisch« zu geben. Wallmann hatte bereits 1986 einen Ausreiseantrag gestellt. ...«

F.A.Z: " in die Bundesrepublik übergesiedelt"

24.08.1988 zur DDR-Ausreise von Johannes Wallmann: »Der 1952 in Leipzig geborene Komponist Johannes Wallmann ist am Wochenende aus der DDR in die Bundesrepublik übergesiedelt. Der Gründer der „gruppe neue musik weimar” (1977) war bis 1982 Meisterschüler von Friedrich Goldmann an der Akademie der Künste der DDR und erhielt 1980 den Hanns-Eisler-Preis. Noch 1984 war Wallmann in der DDR-Zeitschrift „Musik und Gesellschaft” als einer der vielversprechenden Komponisten vorgestellt worden. Zu dieser Zeit hatte er jedoch schon erhebliche Probleme, seine genau gearbeiteten und an philosophischen Modellen geschulten musikalischen Konzeptionen durchzusetzen. ..."

BZA, 18.12. 1984: "am markantesten"

zu "1984 - VARIANTE zu „Guernica“ nach Pablo Picasso/Paul Dessau": Wallmann hatte eine der drei Kammerensemble-Varianten von Dessaus „Guernica“ komponiert/arrangiert. Sie wirkte am markantesten u.a. mit dem Kontrast von Streicherwärme, Pikkoloschrillen, Schlagzeugeinsatz.“

Thüringer Tageblatt: "Gastspiel ferner Gäste"

6.10. 1982, Konzert mit Werken u.a. von Olivier Messiaen, Isang Yun, Petr Kofron: "Deutlich wurde, daß dieses Ensemble - neben der Gruppe Neue Musik "Hanns Eisler" und der Berliner Bläservereinigung - zu den profiliertesten seiner Art in unserem Lande gehört." (M.v. Hintzenstern)

Rezensionen zur "gruppe neue musik weimar" (1976-1985; spiritus rector - Johannes Wallmann)

(bitte hier anklicken!)

Neues Deutschland: "Hektisch-Zerrissenes"

2.10.80 zu Wallmanns »Stadien  für orchester und Klavier« »Entwicklung im Sinne des Themas findet kaum statt, Hektisch-Zerrissenes und Meditatives dominieren, bevor zum Schluß eine warme Solo-Cello-Kantilene einsetzt.«

Berliner Zeitung: "ein interessant aufgebauter Dialog"

2.10.1980 zu »Stadien« „... Johannes Wallmann - „Stadien für Orchester und Klavier“, die vom Rundfunksinfonieorchester Leipzig (Leitung: Wolf-Dieter Hauschild, Solistin: Bettina Otto) anläßlich der Preisverleihung uraufgeführt wurden. „Stadien“ - das ist ein interessant aufgebauter Dialog zwischen diversen Schlagwerkaktionen, gelegentlichen Bläserattacken und Klavier, in den sich das übrige Orchester lediglich als kommentierender Vermittler mischt. Überzeugend und eindringlich"

F.A.Z. 22.11.1980: "Polyphonien von Bachscher Kompliziertheit oder Webernscher Aussparung"

zu »Antonyme« »Wallmanns sperrigere, titelgebende Konfrontation gegensätzlicher Parameter (hoch-tief, laut-leise, lang-kurz, Bewegung-Ruhe), aus deren konstruktiver Verschränkung Polyphonien von Bachscher Kompliziertheit oder Webernscher Aussparung entstehen.«

Sächsische Zeitung: "etwas derart selten Hohes"

10.09.1979 zu Wallmanns »Synospsis« »...vermochte „Synopsis” wahrhaftig durch so etwas wie herbe Schönheit zu ergreifen. ... Die Unaufdringlichkeit, Geschliffenheit und stille Freude, mit der das Stück von der Gruppe Neue Musik Weimar gespielt wurde, zog die Aufmerksamkeit vom ersten bis zum letzten Ton auf sich. ...Hier entfaltet sich eine fesselnde Musik wie aus einem Keim von innen heraus. ... Es erklangen noch noch das "Pezzo per flauto e fortepiano" des polnischen Komponisten Wlodzimierz Kotonski ... und die "Nachtmusik" aus "Die sieben Tage" von Stockhausen. In der Diskussion versuchten einige besonders dem von Stockhausen beabsichtigten Phänomen der Bewußtseinserweiterung durch Musik auf die Spur zu kommen ... Mit merkwürdiger Insistenz wollten andere aus Wallmann herausbekommen, was er sich Höheres bei seiner Musik gedacht habe ... und dabei hätte im Hinblick auf sein Werk der schlichte Hinweis genügt, dass schöne Musik, die auch vom Publikum als solche angenommen wird, an und für sich etwas derart selten Hohes darstellt, daß es sich allein über dieses Phänomen schon nachzudenken lohnt.«

Thüringer Neueste Nachrichten: "das eindrucksvollste des Abends"

11.4.1978 zu SUITE FÜR VIOLINE SOLO - Briefe zur Nacht (1976)
„... Das folgende Werk „Briefe zur Nacht“ (1976), Suite für Violine solo des Weimarer Komponisten Johannes Wallmann, Mitglied der Staatskapelle, war das eindrucksvollste des Abends ... Die Violine ist meist in herkömmlicher Art, aber außerordentlich vielseitig eingesetzt. In sehr individueller, ja bekenntnishafter Weise wird so die breite Ausdruckspalette von Aphoristischem über Lyrisch-Expressives bis zur kraftvollen Geste musikalisch realisiert. Ein Werk, das die Sololiteratur des Instruments wesentlich bereichert.“

Berliner Zeitung: "am überzeugendsten"

9.2.1978 „... Von den fünf Preisträgern soll hier besonders der Komponist Johannes Wallmann genannt sein, dessen „Briefe zur Nacht“, eine von literarischen Zeugnissen angeregte Suite für Solo-Violine, angenehm auffielen, in Ausdruck und gestalterischer Durchdringung am überzeugendsten wirkten.“

Union, Dresden: "Stücken solcher Art wünsche ich weite Verbreitung"

27. September 1975 zu CLUSTERIEX für vier Holzbläser (1973):
„Wann ist neue Musik neu? ... man war sich einig, daß nur über ein Werk zu sprechen sich lohnte: „Clusteriex“ für Flöte, Oboe Klarinette und Fagott des 23 Lenze jungen Johannes Wallmann. Es steckt voll eigenwilliger Ideen, ohne daß es eine Note zuviel gibt ... und mitkomponiertes Füßestampfen reißt „Clusteriex“ höchst sympathisch aus der Konzertsaalförmlichkeit. Stücken solcher Art wünsche ich weite Verbreitung“

Thüringer Tageblatt: "in doppelter Hinsicht faszinierend"

16.04.1974 »„Kammermusik unkonventionell” war ein Konzert überschrieben, in dem im Saal Am Palais Werke des jungen Komponisten Johannes Wallmann erklangen. Dieser Abend erwies sich in doppelter Hinsicht als faszinierend, da das durchweg jugendliche Publikum in drei Uraufführungen Stücke eines Musikers hören konnte, der zu den hoffnungsvollen Nachwuchstalenten der jüngeren Komponistengeneration gehört ... Den Anfang des Konzerts bildete "Streichquartett", ein Stück, das sich in die Abschnitte "Eine Zeit, eine kurze Zeit nur", "Kommunikation" und "nochmals: Frage und Unklarheit" gliedert. ... Im Anschluß daran erklangen "Drei Lieder" nach Texten von Reiner Kunze. Roland Hartmann, der für den verhinderten Reinhard Schulze eingesprungen war, verstand es, Wallmanns komplex strukturierten Bariton-Part so zu gestalten, daß der Sinngehalt der Lyrik von Kunze in einer neuen Dimension erschien. Diesem Werk folgte dann die Komposition "CLUSTERIEX" ... Eine interessante Symbiose von Klangballungen und verspielter Gelöstheit ist hier gelungen. Den Abschluss des Konzerts bildete eine "Kompositionm für Flöte, Schlagzeug und Publikum ad libitum nach drei Plastiken von Ernst Barlach" ... Doch nur wenige waren ernsthaft bemüht, ihre Empfindungen in Klang zu setzen und im Kontakt mit anderen "Mitspielern" eine innere Aussage zu formen. ... Ein Konzert reicht dazu wohl kaum aus. Über fehlendes Publikum wird man sich wohl kaum beklagen müssen.« (M.v.Hintzenstern)



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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